Uefa verbannt Fenerbahçe und Besiktas aus Europapokal

25. Juni 2013, 21:45 Uhr

Die Uefa greift durch: Wegen des Manipulationsskandals in der Saison 2010/2011 hat die Europäische Fußball-Union die Istanbuler Topclubs Fenerbahçe und Besiktas aus dem Europapokal ausgeschlossen.

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Werden auf europäischer Ebene erstmal nicht jubeln können: Die Fans von Fenerbahçe Istanbul - ebenso wie die Anhänger des Konkurrenten Besiktas.©

Der türkische Vizemeister Fenerbahçe Istanbul und Stadtrivale Besiktas sind vorerst von der europäischen Fußballbühne verbannt. Die Kontroll- und Disziplinarkammer der Uefa verhängte am Dienstag die Urteile im Manipulationsskandal der Saison 2010/2011. Demnach darf Fenerbahçe an den drei nächsten Uefa-Vereinswettbewerben, für die sich der Verein qualifiziere, nicht teilnehmen. Das bedeutet, dass der Verein als Tabellenzweiter der türkischen Meisterschaft auch schon nicht zur Qualifikation der Champions League 2013/2014 antreten darf.

Besiktas, Tabellendritter in der abgelaufenen Saison der Süper Lig hinter Meister Galatasaray Istanbul und Fenerbahçe, wurde für die kommende Spielzeit aus der Europa League verbannt. Hintergrund für die Entscheidungen der Kontroll- und Disziplinarkammer ist der Manipulationsskandal in der türkischen Liga in der Saison 2010/2011.

Entscheidendes Meisterschaftsspiel manipuliert

Fenerbahçe war in der damaligen Saison Meister geworden. Der Club hatte sich den Titel erst am letzten Spieltag gegen Sivasspor gesichert. Auch diese Partie soll verschoben worden sein. Im Zuge der Ermittlungen in dem Betrugsskandal, der den türkischen Fußball heftig erschüttert hatte, waren auch Haftstrafen gegen Vereinsfunktionäre verhängt worden. Insgesamt hatten sich 93 Angeklagten vor Gericht verantworten müssen.

Die Uefa griff nun konsequent durch. Auch im Fall von Besiktas. Dem Club und zwei Vereinsverantwortlichen wurde vorgeworfen, das Endspiel um den Türkischen Pokal 2011 abgesprochen zu haben. Damals gewann Besiktas mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen Istanbul Büyüksehir Belediyespor.

Neben den beiden Fällen aus Istanbul verhandelte die Kommission auch noch einen Verstoß gegen die Zulassungskriterien zu Uefa-Wettbewerben durch Steaua Bukarest. Der Club aus der rumänischen Hauptstadt darf nicht an einem Uefa-Vereinswettbewerb teilnehmen, für den er sich qualifiziert. Diese Sanktion sei für fünf Jahre zur Bewährung ausgelegt, teilte die Uefa mit.

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