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Mehmet Scholl giftet im TV gegen Mario Götze

Mario Götze hat gegen Italien das 2:0 erzielt und insgesamt ein gutes Spiel gezeigt. Von Mehmet Scholl wurde der Bayern-Star dennoch scharf kritisiert - und das schon vor dem Anpfiff. Dessen Coach Pep Guardiola bekam auch einen mit.

Nationalspieler Mario Götze (l.) und Ex-Fußballer und TV-Experte Mehmet Scholl

TV-Experte Mehmet Scholl hat Nationalspieler Mario Götze (l.) vor dem Länderspiel gegen Italien hart angegriffen

Mehmet Scholl ist als TV-Fußballexperte dafür bekannt, mit den deutschen Nationalspielern hart ins Gericht zu gehen. Mit sehr scharfen Worten warf er etwa Mario Gomez bei der Europameisterschaft 2012 mangelnde Laufbereitschaft vor. "Ich hatte Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss", hatte der ehemalige Bayern-Spieler damals gesagt. Nun hat er sich den nächsten Mario vorgeknöpft. Vor der Testspiel der DFB-Elf gegen Italien ging Scholl den nach längerer Verletzung zurückgekehrten Mario Götze an: "Warum kann er nicht konstant Leistung bringen? Da liegt für mich die Lösung ganz klar darin: er müsste noch viel, viel mehr trainieren."

Und damit nicht genug. Der Europameister von 1996 legt nach: "Ich erinnere mich als er ganz jung in Dortmund war. Er war ein Pfeil, er war so schnell, er war so athletisch, davon ist er im Moment so weit entfernt." Auf Nachfrage von Moderator Matthias Opdenhövel, ob sich Pep Guardiola denn genug um Götze kümmern würde, kritisiert Scholl auch den Bayern-Coach: "Warum soll Guardiola daran Interesse haben. Er ist jetzt noch zwei Monate da. Er will mit dieser Mannschaft die Champions League gewinnen. Da stehen für ihn einzelne Spieler nicht im Fokus."

Mario Götze beim FC Bayern zuletzt kaum auf dem Platz

Götze stand bei den Bayern zuletzt auf dem Abstellgleis, bekam vom spanischen Coach kaum Einsatzzeiten. Medienberichten zufolge soll er aber nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich vergangenen Oktober hart an seinem Comeback gearbeitet haben. Im Winterurlaub hatte er demnach gleich zwei Fitnesscoaches dabei, soll bei den Bayern zusätzliche Trainingseinheiten eingelegt haben. Entsprechend verwundert reagierte der Siegtorschütze des WM-Finales von 2014 auf Scholls Aussagen: "Ich wusste nicht, dass er mein Training beobachtet, dass er immer dabei ist." Er selbst finde, dass er genug trainiere.

Rückendeckung bekam Götze vor allem auch von Bundestrainer Joachim Löw: "Der Mario hat sich das selber erarbeitet in den letzten Wochen." Er brauche Zeit, um wieder in Form zu kommen. "Mario hat viele Zusatzschichten absolviert. Ich hoffe, dass dieses Spiel und das Tor ihm wieder ein bisschen Selbstbewusstsein gibt für die nächsten Wochen."

Mehmet Scholl rudert in Halbzeit zurück

Und sogar Scholl zeigte sich in der Halbzeit etwas zahmer - zumindest in Richtung Götze: "Mario macht ein gutes Spiel, ist sehr lauffreudig und in Bewegung." Einen weiteren Seitenhieb auf Guardiola konnte er sich dann aber doch wieder nicht verkneifen: "Ich meine auch, dass er mit größerem Selbstbewusstsein zu Werke geht - und das hat sicher auch mit Jogi Löw zu tun."

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