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Zu viel Sex und Nutella - wie Max Kruse sich selbst schadet

Nationalspieler Max Kruse fällt immer wieder durch Eskapaden auf. So wie zuletzt, als er mit einer Journalistin aneinander geriet. Joachim Löw hat ihn deswegen für die beiden kommenden Testspiele aus der Nationalelf geworfen.

Der Wolfsburger Fußball-Profi Max Kruse

"Ein herzenslieber Mensch": der Wolfsburger Nationalspieler Max Kruse fällt im Moment mehr durch seine Eskapaden als durch sportliche Leistungen auf

Max Kruse ist eigentlich ein sympathischer Typ. In Interviews ist der Wolfsburger Fußballprofi eloquent, freundlich und professionell. Zu seinen Gladbacher Zeiten hieß es hingegen mal, er sei eine Diva, weil er nicht an jedem Mikrofon stehen bleibe. Sein damaliger Mitspieler Christoph Kramer verteidigte den Kollegen energisch gegen die Vorwürfe: "Er ist nicht so ein Stinkstiefel, wie er manchmal rüberkommt. Er ist ein herzenslieber Mensch und eigentlich immer gut drauf. Ich habe noch nie erlebt, dass er schlecht drauf ist. Von daher wollte ich mal mit diesem Mythos aufräumen", zitierte die "Süddeutsche Zeitung" Kramer.

Gut drauf ist Kruse auch neben dem Platz. Offensichtlich aber übertreibt es der Nationalspieler mit seinen außersportlichen Aktivitäten, so dass er sich immer wieder selbst schadet. Der jüngste Vorfall: Nach dem Heimspiel der Wolfsburger gegen Darmstadt düste Kruse nach Berlin, um in einem Club seinen Geburtstag nachzufeiern. Als er um zwei Uhr nachts beim Tanzen von einer Frau fotografiert wurde, soll Kruse ihr wütend das Handy entwendet und die Bilder gelöscht haben. Zu seinem Pech war die Frau eine junge Journalistin der "Bild"-Zeitung. Das Boulevard-Blatt machte aus dem Vorfall die Geschichte vom "wilden Kruse“. In einem Kommentar forderte das Blatt von den Wolfsburger Bossen, den Profi zu "feuern", auch weil sein Teamkollege Nicklas Bendtner ebenfalls wegen diverser Undiszipliniertheiten bestraft worden sei.

"Bild" hat ihn auf dem Kieker

Kruse selbst äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall: "Ich habe in Berlin mit Freunden meinen Geburtstag gefeiert und wurde mehrfach ungefragt fotografiert. Natürlich war ich irgendwann genervt und habe dann vielleicht unpassend reagiert. Das tut mir leid, ich habe das in einem persönlichen Gespräch mit der 'Bild'-Journalistin am Sonntag ausgeräumt." Zur Strafe brummte ihm der Club 25.000 Euro auf. Wohlgemerkt nicht wegen der Feier, sondern wegen seines Verhaltens gegenüber der Journalistin.

Das Problem von Kruse ist, dass der jüngste Vorfall in einer Reihe mit zahlreichen anderen Auffälligkeiten steht - und die "Bild" jede noch so unbedeutende Kleinigkeit hinausposaunt. So soll Kruse dem Blatt zufolge damit geprahlt haben, Sex mit einer Kandidatin der TV-Sendung "Bachelor" gehabt zu haben. Außerdem sei sie eine "Stalkerin" der Gladbacher Mannschaft gewesen. Auch dass Kruse zum Frühstück zu viel Nutella esse und deswegen von den Club-Bossen zu Rapport bestellt worden sei, berichtete die Zeitung.

Max Kruse spielt leidenschaftlich Poker

Schwerer wiegt ein Vorfall, der vor kurzem bekannt wurde. Kruse hatte im vergangenen Jahr, vermutlich nach einer Poker-Nacht, 75.000 Euro in einem Taxi in Berlin verloren. Das brachte ihm ebenfalls eine 25.000-Euro-Geldstrafe seitens des Vereins ein. Kruse ist als leidenschaftlicher Zocker bekannt. Er flog schon mal in den Sommerpausen zu großen Pokerturnieren nach Las Vegas und gewann Preisgelder von rund 58.000 Euro. Bei einer TV-Poker-Nacht mit Stefan Raab fand er keinen ebenbürtigen Gegner, weil er viel zu gut spielte.

Zudem halten sich hartnäckig Gerüchte, dass er vor der Weltmeisterschaft 2014 aus der Nationalmannschaft geflogen sei, weil er "Damenbesuch" im Mannschaftshotel in London gehabt haben soll, als sich die Nationalkicker wegen eines Testspiels gegen England dort aufhielten. Kruse dementierte energisch und Bundestrainer Joachim Löw nannte ausschließlich sportliche Gründe für die Nicht-Nominierung zur WM in Brasilien.

Kruse hat Ärger mit Löw

Der neuerliche Vorfall hat schnell Konsequenzen gehabt. Bundestrainer Löw warf Kruse für die Testspiele am Samstag gegen England und am folgenden Dienstag gegen Italien aus dem Kader. Ob Löw den Wolfsburger Profi, der einen Maserati in Tarnfarben fährt, in den EM-Kader beruft, ist noch offen. In den Werbespots der Nationalmannschaft ist Kruse noch neben den Kollegen zu sehen - es wäre gut, wenn das auch in Frankreich der Fall wäre. So viele echte Stürmer stehen Löw ja nicht zur Verfügung.


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