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Mehmet Scholl - darum gab es den Zoff mit der ARD beim Confed Cup

Mehmet Scholl bleibt der ARD trotz des Zoffs während des Confed Cups als Fußball-Experte erhalten. Zudem erklärte der Ex-Profi, warum er damals seine Arbeit boykottiert hatte.

Mehmet Scholl

Diskussionsbedarf: Matthias Opdenhövel (l.) und Mehmet Scholl, das Kommentatorenteam der ARD

Fünf Wochen nach Ende des Confed Cups hat sich der frühere Fußball-Nationalspieler Mehmet Scholl erstmals zu seinem angeblichen "Zoff" mit der ARD geäußert. Der 46 Jahre alte Scholl war zu den beiden Halbfinalspielen des Confed Cups, bei denen er als ARD-Experte eingeplant war, nicht erschienen. "Ja, es gab eine Meinungsverschiedenheit", räumte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky seinerzeit ein. "Künftig wird Scholl aber weiterhin für die 'Sportschau' als Experte tätig sein", hieß es am Montag auf der Homepage des Bayerischen Rundfunks.

Konkret war es vor den Halbfinalspielen beim Confed Cup zwischen Deutschland und Mexiko sowie Chile und Portugal um einen Bericht über Doping in der russischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM vor drei Jahren gegangen. sagte im BR-Hörfunk, dass ihm die Vorberichterstattung zu negativ gewesen sei, und das nicht zum ersten Mal. An diesem Tag habe dieses Doping-Thema "nichts in der Sendung verloren" gehabt, sagte Scholl. "Es hatte in dem Moment überhaupt keine Relevanz."

Mehmet Scholl: Doping macht den Sport kaputt

Deshalb, so Scholl, "wollte ich, dass die Story draußen bleibt. Und dann haben die gesagt, die bleibt nicht draußen und ich darf mich nicht ins Programm einmischen. Daraufhin habe ich gesagt, ich gehe. Und dann bin ich gegangen", erläuterte der Ex-Profi in seiner Sendung "Mehmets Schollplatten" sein Vorgehen.

Scholl war unterstellt worden, er sei nicht gegen Doping im Fußball. "So ein Käse. Doping ist das Schlimmste für den , das macht den Sport kaputt, den Sportler kaputt, das macht die Glaubwürdigkeit kaputt. Ich habe da eine ganz klare Meinung, Doping muss ganz ganz hart bestraft werden. Aber an diesem Tag hatte diese Thema nichts in der Sendung verloren." 


tis/DPA

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