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9. November 2009, 12:05 Uhr

Lahms öffentliche Kritik ist gefährlich

Michael Ballack hat sich zur massiven Kritik von Philipp Lahm an den Bayern-Bossen geäußert. Der Kapitiän der Nationalmannschaft hat Verständnis für die Äußerungen, hält sie aber für gefährlich. Franz Beckenbauer geht mit Lahm hart ins Gericht.

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Michael Ballack sorgte vor einem Jahr mit einem Interview in der "Faz" für Furore© Richard Heathcote/Getty Images

Michael Ballack hat Verständnis für die überraschende Kritik von Philipp Lahm am FC Bayern geäußert, zugleich aber auf die damit verbundenen Gefahren hingewiesen. "Im Endeffekt ist alles, was an die Öffentlichkeit geht, immer gefährlich", sagte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dem Pay-TV-Sender Sky.

"Er wollte sicherlich wachrütteln, wollte positive Impulse setzen, hat Dinge angesprochen", sagte Ballack, der aus eigener Erfahrung spricht. Vor einem Jahr hatte ein kritisches Zeitungsinterview von Ballack über den Führungsstil von Bundestrainer Joachim Löw eine längere Krise in der Nationalelf ausgelöst.

Franz Beckenbauer geht mit Vorstands-Kritiker Philipp Lahm allerdings ins Gericht. "Der Philipp muss sich an die eigene Nase fassen. Er spielt selber gerade nicht dieses Niveau, das ihn lange ausgezeichnet hat", sagte Beckenbauer. Auf die sportliche Misere der Bayern reagiert Franz Beckenbauer dagegen gelassen. "Große Sorgen mache ich mir nicht. Dazu ist das Fundament viel zu stark", sagte der Bayern-Präsident in den Münchner Zeitungen "tz" und "Merkur".

An Beckenbauer geht der ungemütliche Herbststurm bei den sportlich bislang enttäuschenden Bayern nicht spurlos vorüber. "Natürlich leide ich auch unter der Situation", so der Präsident, "nach dem letzten Jahr, das sehr turbulent war, dachten wir nun, dass es ruhiger wird. Aber das ist nicht der Fall, und langsam gewöhnen wir uns an diese Turbulenzen. Aber als Dauerzustand sehe ich das ungern." Beckenbauer hofft, dass bis zur Jahreshauptversammlung am 27. November wieder Ruhe einkehrt: "Das wird der FC Bayern mit dem alten Hasen van Gaal schon in den Griff bekommen."

DPA/tis
 
 
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