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Ganz Italien liebt Miro Klose, den Ehrlichen

Wegen einer ungewöhnlichen Geste fliegen dem deutschen Nationalspieler in Italien die Herzen zu. Dabei war der Stürmer einfach nur aufrichtig.

Von Klaus Bellstedt

  Der Blick geht in den Himmel: Lazio-Stürmer Miro Klose, dem die Herzen der Italiener zufliegen

Der Blick geht in den Himmel: Lazio-Stürmer Miro Klose, dem die Herzen der Italiener zufliegen

  • Klaus Bellstedt

Bei den Fans von Lazio Rom hat Miro Klose schon lange einen Stein im Brett. Weil er gerne mal im Po-Delta Karpfen angelt, bescheiden ist und keine Allüren hat. Und natürlich weil er Tore schießt. Die erzielt der deutsche Nationalstürmer, der seit Sommer 2011 für den italienischen Serie-A-Club aufläuft, in schöner Regelmäßigkeit - was ja an sich schon bemerkenswert ist, da Klose sich mittlerweile im fußballerischen Seniorenalter von 34 Jahren befindet. In seinem ersten Jahr bei den Römern erzielte er beachtliche 13 Treffer.

In dieser noch jungen Saison sind es auch schon wieder vier Tore, drei in der Meisterschaft und eines in der Europa League. Mittwochabend traf Klose schon wieder. Im Spitzenspiel gegen den SSC Neapel. Aber sein Tor zum 1:0 wurde im Nachhinein vom Schiedsrichter annulliert - weil Klose zugab, dass er bei der Aktion in der dritten Minute mit der Hand am Ball war. Der Unparteiische hatte dies nicht gesehen. Lazio verlor die Partie am Ende mit 0:3. Und doch gab es einen Gewinner auf Seiten der Römer: der faire Sportsmann Miro Klose. Dem 34-Jährigen fliegen seitdem nicht nur mehr in der Hauptstadt, sondern in ganz Italien die Herzen entgegen. Zumal nach solchen Statements: "Mir ist der Ball an die Hand gesprungen", so Klose. "Es ist für mich das Normalste auf der Welt, dies dem Schiedsrichter dann auch zu sagen", fügte er hinzu.

Klose taugt zum Idol

"Dafür verdient er einen Preis", sagte Neapels Kapitän Paolo Cannavaro am Mittwochabend unmittelbar nach Spielschluss. Genauso wie fast alle anderen Napoli-Spieler war Cannavaro nach der ungewöhnlich ehrlichen Aussage auf den deutschen Nationalstürmer zugelaufen und hatte Klose voller Respekt zum Dank umarmt. Und auch die Zeitungen in Italien überschütteten Klose am Donnerstag mit Lob. "Bravo Klose, was für eine schöne Geste", titelte die "Gazzetta dello Sport", die größte Sportzeitung des Landes.

Im "Corriere dello Sport" heißt es überschwänglich: "Man wird Meister, aber als Gentleman wird man geboren. Seine Geste soll Werbung für den sauberen Fußball sein." Klose sei in einem kranken Fußball eine "Anomalie", schreibt die "Gazzetta" weiter. Nun muss man wissen, dass die Serie A seit Jahren von Ergebnismanipulationen und Wettskandalen erschüttert wird. Fans und Medien sehnen sich schon lange nach neuen Idolen. Klose taugt zum Idol. Weil er ein Vorbild an Fairness ist.

Der beliebteste Nationalspieler

Schon zu Bundesliga-Zeiten fiel Klose diesbezüglich positiv auf, weil er mal eine Schiedsrichterentscheidung zu seinen Ungunsten korrigiert hatte. In der Saison 2004/2005 weigerte sich der damals noch für Werder spielende Stürmer, einen Elfmeter gegen Arminia Bielefeld anzunehmen, der nicht gerechtfertigt war. Klose wurde später mit Fair-Play-Preisen für sein Handeln auf dem Platz ausgezeichnet.

Während seiner drei Karriere-Stationen in der Bundesliga, in Kaiserlautern, Bremen und bei den Bayern, lagen die Fans Miro Klose wegen seiner kämpferischen Spielweise und der vielen Tore fast immer zu Füßen. In der Nationalmannschaft ist das bis heute so. Auf der Beliebtheitsskala der Mannschaft von Joachim Löw steht der 34-Jährige an der Spitze.

Nur in Bremen hat er sich am Ende seiner Zeit keine Freunde gemacht, weil er sich unmittelbar vor einem Uefa-Pokal-Halbfinale der Grün-Weißen zu einem Geheimtreffen mit dem damaligen Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld und Uli Hoeneß traf, um seinen Wechsel nach München anzubahnen. Es war eine Aktion, die Klose bis heute bereut und für die er sich damals öffentlich bei den Fans entschuldigt hat. Und das spricht dann doch wieder für den Menschen Miro Klose.

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