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FC Bayern - der Lack ist ab

Achtelfinale erreicht, aber wie? Die Bayern haben in Überzahl beim 1:1 gegen Valencia nur eine mäßige Leistung abgeliefert. Niemand war zufrieden. Auch der Club-Chef polterte - und dachte an Dortmund.

Von Klaus Bellstedt

  • Klaus Bellstedt

Im Mestalla-Stadion von Valencia herrscht eine wundervolle Fußballatmosphäre. Das war schon immer so. Die Fans peitschen ihre Mannschaft 90 Minuten nach vorne, es wird permanent gesungen und geklatscht. Das war auch an diesem Abend im Champions-League-Spiel gegen die Bayern so. Einmal aber wurde es auf einen Schlag still in der Arena. Der Grund war ein übles Foul von Antonio Barragan an Bayerns David Alaba in der 34. Minute, das sogar die heimischen Fans in Schockstarre versetzte. Die Szene glich einem Anschlag. Der Spanier raste wie ein Stier auf Ecstasy auf den kleinen Verteidiger zu. Der wollte gerade einen Pass annehmen, aber Barragan sprang mit der Sohle voran in Richtung Alabas Beine. Ein Segen, dass der Österreicher eine Hundertstelsekunde eher abhob und sich so selbst vor einer vermutlich schweren Verletzung schützen konnte. Natürlich gab es für das Foul die Rote Karte. Jetzt würde für die Bayern alles noch einfacher werden, dachte man. Das Gegenteil war der Fall.

Der Stimmungskiller von Mestalla war der Wendepunkt in dieser Partie, die die Bayern bis dahin eigentlich gut im Griff hatten. Aber ab sofort hieß es für die Männer von Jupp Heynckes: Ein Mann mehr, ein Problem mehr. Denn in Überzahl agierten die Bayern plötzlich statisch. Sie arbeiteten paradoxerweise weniger aggressiv gegen den Ball, während Valencia direkter nach vorne spielte und irgendwie immer gefährlich wirkte. "Nein, die Rote Karte für Valencia dürfen wir nicht als Ausrede nehmen", sagte Rückkehrer Mario Gomez nach dem 1:1-Unentschieden, das die Bayern zwar auf direktem Weg ins Achtelfinale der Champions League katapultierte. Das angestrebte Ziel, Platz 1 in der Gruppe, wackelt aber nach dem Ergebnis von Valencia. Diesbezüglich fällt die Entscheidung jetzt erst am letzten Vorrundenspieltag.

Keiner war hinterher zufrieden

Es waren mürrische Gesichter, in die man nach dem Abpfiff blickte. Dabei hätte es sogar noch schlimmer kommen können. Die konterstarken Hausherren gingen in der 77. Minute durch Feghouli sogar in Führung. Nicht auszudenken, wenn es dabei geblieben wäre. Die Münchner, bei denen Franck Ribéry anfangs sehr engagiert war, aber nach überstandener Prellung des Brustkorbs zunehmend gehemmt wirkte, hätten gegen Bate Borissow gewinnen müssen, um sich sicher für die nächste Runde zu qualifizieren. Thomas Müller bewahrte seine Mannschaft mit dem 1:1 (82.) schließlich vor diesem "Finale". Aber glücklich war er deshalb nicht.

"Wir spielen 60 Minuten in Überzahl. Wenn wir unsere Spiele weiterhin so medium bestreiten, wird das auch in der Bundesliga kein Spaziergang", sagte Müller hinterher deutlich angefressen. Wer sich auch äußerte, ob Gomez, Müller oder Kapitän Philipp Lahm ("wir müssen langsam mal den Hebel wiederfinden"), keiner der Bayern war zufrieden mit dieser Vorstellung. Am deutlichsten wurde der Boss. Karl-Heinz Rummenigge legte bei seiner Analyse den Finger in die Wunde: "Wir haben das Spiel ein Stück zu sehr verwaltet. Das war langweilig - wie gegen Nürnberg", schimpfte er - und gab auch gleich die Parole für die nächsten Wochen aus: "Wir müssen den Schalter wieder umlegen."

Dortmund im Kopf

Gegen zehn Spanier mangelte es den Bayern über weite Strecken der Partie an der nötigen Durchschlagskraft, dem letzten Biss. Spieler wie Toni Kroos wirkten müde, auch im Kopf. Wenn dann auch noch Robben fehlt und Ribéry nur mit halber Kraft bei der Sache ist, ist diese Mannschaft, bei der der Lack momentan ab ist, zu schlagen. Vielleicht nicht von Nürnberg oder Valencia. Aber möglicherweise von Borussia Dortmund. Dortmund? Da war doch was: In zehn Tagen kommt es in der Allianz-Arena zum Duell zwischen den Bayern und ihrem Angstgegner, dem BVB. Karl-Heinz Rummenigge hat die Gefahr längst erkannt. In Valencia nach dem 1:1 nahm er vorsorglich schon das böse "D-Wort" in den Mund: "Wir müssen jetzt zulegen, denn es kommen bald die Big Points gegen Dortmund."

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