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Wenn Marco Reus plötzlich Kokain nimmt

Der Sportartikelhersteller Puma hat in den sozialen Medien eine Werbekampagne mit digitalen Autogrammkarten gestartet. Bei der Aktion gibt es unschöne Auswüchse.

Von Felix Haas

  Eine kuriose Marketing-Kampagne macht es möglich: Marco Reus dankt auf einer offiziellen, digitalen Puma-Autogrammkarte der Droge "Kokain".

Eine kuriose Marketing-Kampagne macht es möglich: Marco Reus dankt auf einer offiziellen, digitalen Puma-Autogrammkarte der Droge "Kokain".

Ein jeder Fußballfan freut sich über ein kostenloses Autogramm von Weltstars wie Marco Reus, Radamel Falcao oder Cesc Fabregas. Und so meint es der Sportartikelhersteller Puma eigentlich gut mit seiner Idee, digitale Autogrammkarten an Fans zu verschicken. Twitter-Nutzer können unter dem Hashtag #Fastergraph einen Unterschriften-Wunsch an den Spieler richten - und Puma sorgt dafür, dass wenige Sekunden später ein signiertes Spieler-Bild zurückkommt. Nach nur einem Tag ist allerdings klar: In dieser Kampagne gibt es auch unschöne Auswüchse.

Twitter-Nutzer hatten schnell mitbekommen, dass jeder mit seinem Usernamen am Anfang der Botschaft adressiert wird. Und so entwarfen einige Nutzer Accounts mit abwegigen und teilweise mehr als geschmacklosen Namen - wie "Cocaine", "IspreadEbola" oder einfach nur "Ebola". Auf den Autgrammkarten, die zurückkamen, stand dann groß über dem Kopf der Spieler die Botschaft. Bei Marco Reus also: "Kokain, ohne dich hätte ich es nie geschafft." Oder bei Cesc Fabregas: "IspreadEbola, vielen Dank für die Unterstützung."

Puma will die Kampagne nun beenden. Der Sportartikelhersteller teilte gegenüber dem stern mit, dass etwa 40.000 User mitgemacht hätten. "In einigen wenigen Fällen wurden durch geänderte Twitter-Namen oder neue Twitter-Accounts Motive mit despektierlichen Aussagen erstellt. Aus diesem Grund hat sich Puma entschlossen, die Kampagne nach kurzer Zeit zu beenden, um damit einen möglichen weiteren Missbrauch zu verhindern." Der Hashtag #Fastergraph ist in den Trending-Listen bei Twitter in mehreren Ländern.

Die britische Zeitung Mirror und der irische Independent hatten mehrere Beispiel-Bilder veröffentlicht.

So war das Ganze eigentlich gedacht:

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