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Warum heute auch Guardiolas Ansehen auf dem Spiel steht

Der FC Bayern hat eine solide Ausgangslage gegen Juventus Turin. Doch das Hinspiel hat gezeigt: Die "alte Dame" kann äußerst ungemütlich werden. Sollten die Bayern ausscheiden, wäre dies für Pep Guardiola der GAU, auch persönlich.

Pep Guardiola, der Coach des FC Bayern München, auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Juventus Turin

FC-Bayern-Coach Pep Guardiola: Scheidet er im Achtelfinale aus der Champions League aus, wird seine letzte Saison an der Säbener Straße seine schlechteste

Drei Wochen ist es her, dass der FC Bayern München in der 60. Minute im Hinspiel gegen Juventus Turin bereits mit einem Bein im Viertelfinale der Champions League stand. Arjen Robben hatte gerade das 2:0 auf fremden Platz erzielt und alles lief nach Plan. Doch plötzlich wachte die "alte Dame" auf und schoss sich zurück ins Spiel. Am Ende stand es 2:2. Ob der Auswärtstore-Regel noch immer eine passable Ausgangslage. Dennoch wird es ein heißer Tanz, heute Abend in der Allianz Arena (20.45 Uhr/live im stern-Ticker, im TV im ZDF und auf Sky). Einer muss dabei ganz besonders zittern: Pep Guardiola.

Der Spanier wird ab kommenden Sommer bei Manchester City anheuern, befindet sich auf seiner Abschiedstournee. Entscheidend für die Art, wie sie ihn an der Säbener Straße in Erinnerung behalten werden - und auch für sein internationales Ansehen als Coach - wird die Frage, wie er sich verabschiedet. Vor drei Jahren ein Triple-Siegerteam von Jupp Heynckes übernommen, holte der Spanier im ersten Jahr das Double, vergangenes Jahr die Meisterschaft - und dieses Jahr?

Für Guardiola geht es heute Abend nicht nur um eine Saison, es geht um drei Jahre Arbeit - und wie diese im Rückblick betrachtet werden wird. Wie er betrachtet wird. Von den Fans. Von internationalen Medien. Scheidet der FC Bayern München im Achtelfinale der Champions League aus, wäre das nicht weniger als der größte anzunehmende Unfall für den Rekordmeister. Dort den Titel zu holen, ist ganz klar das Ziel. Ein Ausscheiden gegen einen großen Klub im Halbfinale das absolute Minimum. Es würde schmerzen, wäre aber mit dem bayrischen Selbstverständnis noch gerade eben vereinbar. Sich ab März nur noch auf die Liga zu konzentrieren, eben nicht. Erst recht nicht unter Guardiola.

FC Bayern definiert sich über Champions League

Nach zwei Jahren der totalen Liga-Dominanz ist der Bundesliga-Titel längst nur noch eine Selbstverständlichkeit. Er wird von Guardiola erwartet. Auffallen könnte er nur negativ, würden sich die Bayern auf der Zielgeraden tatsächlich noch vom BVB einholen lassen. Und der DFB-Pokal? Lediglich ein feines Zubrot für eine gelungene Saison, die Zuckerglasur auf dem Kuchen. Doch ohne Erfolg in der Champions League schmeißt in München keiner den Ofen an. Eine gute Spielzeit definiert man dort durch die Königsklasse - und die endet nicht im Achtelfinale. 

Dass Guardiola im Sommer den Verein verlassen wird, würde ein eventuelles Ausscheiden nicht unbedingt besser machen. Vergangene Woche sickerte ein Treffen mit den ManCity-Verantwortlichen an die Öffentlichkeit durch. Der Spanier habe bereits über die Einkäufe für das kommende Jahr gesprochen. Volle Konzentration auf die aktuellen Ziele des aktuellen Vereins sieht anders aus. Stürzt er über Juve, wird er sich einige Fragen gefallen lassen müssen. So wird er hoffen, dass es heute Abend eher so läuft wie bis zur 60. Minute in Turin - und nicht so wie in der letzten halben Stunde.

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