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Lewandowski, Alaba - kauft Pep den Bayern die Stars weg?

Pep Guardiola verlässt den FC Bayern Richtung ManCity - und schon schießen die Spekulationen ins Kraut: Welche Top-Spieler aus München könnten dem Coach folgen? Prominente Namen sind im Gespräch - und eine absurd wirkende Verschwörungstheorie.

David Alaba und Robert Lewandowski bejubeln im dunkelblauen Bayern-Dress ein Tor

Zwei Bayern für die Citizens? Spekulationen zufolge könnten David Alaba (li.) und Robert Lewandowski Trainer Pep Guardiola zu Manchester City folgen

Wer noch nicht begriffen hatte, welche Dimension der Wechsel von Pep Guardiola zu Manchester City hat, dem sollte das in den vergangenen Tagen klar geworden sein. Kein Gerücht, keine Spekulation scheint zu unwahrscheinlich, als dass das Thema nicht ausführlich diskutiert werden könnte.

In erster Linie zu nennen ist da eine absurd scheinende Verschwörungstheorie: Guardiola soll danach schon vergangenen Sommer beim Wechsel des Stürmerstars Kevin de Bruyne von Wolfsburg zu ManCity im Hintergrund die Fäden gezogen haben; ja er soll den Bayern-Chefs den Belgier geradezu ausgeredet haben. Alles von langer Hand vorbereitet also? Damit Guardiola den Top-Stürmer in der kommenden Saison zur Verfügung hat? Interesse der Bayern hat es sicherlich gegeben, de Bruynes Berater Patrik de Koster berichtete dem "Sport/Foot Magazine" sogar einmal, man sei sich bereits einig gewesen. Doch der Deal sei letztlich einzig und allein an der Ablösesumme gescheitert: 74 Millionen Euro waren dem FC Bayern einfach zu viel.

100 Millionen für Lewandowski?

Die Citizens dagegen können und wollen solche Summen bezahlen - dank der Scheich-Millionen und der immensen Gelder durch die neuen TV-Verträge für die Premier-League-Clubs. Ein El Dorado für Spieler-Einkäufe und eine Versuchung, der Pep Guardiola kaum widerstehen kann, setzte er doch schon bei den Bayern seine Wunschspieler mit Nachdruck durch ("Thiago oder nichts").

Da scheint sogar ein 100-Millionen-Euro Gebot (gut 75 Millionen britische Pfund) für Robert Lewandowski, das die britische Boulevard-Zeitung "The Sun" ins Gespräch gebracht hat, keineswegs unrealistisch. Der 27-jährige Pole (Marktwert: ca. 70 Millionen Euro) hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der treffsichersten Stürmer überhaupt entwickelt - und ist dementsprechend begehrt. Nach Ansicht das Blattes wäre eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Guardiola ein Grund für Lewy, den Schritt zu ManCity zu wagen. Seine Berater, berichtet zumindest die "Abendzeitung", signalisierten zuletzt bei den Top-Clubs Gesprächsbereitschaft, schließlich winkt da eine fette Provision.

Allerdings: Die Bayern haben nicht das geringste Interesse, ihren Torgaranten abzugeben. Lewandowski hat Vertrag bis Juni 2019 und die Bayern haben höchste Ziele. Zudem seht mit dem Argentinier Sergio Agüero ein äußerst torgefährlicher Topstürmer bereits bei ManCity unter Vertrag. Braucht Pep da den Polen überhaupt unbedingt? Am Geld würde ein Wechsel sicher nicht scheitern - und wer weiß: Da auch Real Madrid ernsthaftes an Lewandowski hat, könnte es zwischen den Königlichen und Citizens zu einem Wettbieten kommen, bei dem dann letztlich auch die Bayern schwach werden.

Und 45 Millionen für Alaba dazu?

Guardiola selbst hat beteuert, keinen Spieler aus München nach Manchester locken zu wollen. Doch kann er sein Versprechen halten? Die Erwartungshaltung ist hoch: "Als City-Fan darf man nun von großartigen Spielern träumen“, posaunte beispielsweise der französische Ex-Weltmeister und frühere Guardiola-Schützling Thierry Henry in die Welt - und befeuerte damit die Gerüchteküche zusätzlich.

Zu diesen "großartigen Spielern" gehört auch David Alaba. Der Österreicher gilt als einer der besten Außenverteidiger Europas - und als weiteres Bayern-Juwel, das im Fokus der Citizens stehen soll. Die 45 Millionen Euro Marktwert, die für den 23-Jährigen aufgerufen werden, wären kein Problem für den vierfachen englischen Meister, der nun auch auf europäischer Ebene die ganz großen Erfolge feiern will. Einem Wechsel völlig abgeneigt soll Alaba nicht sein: "Ich schaue nicht so weit in die Zukunft, ich bin eher jemand, der sich kurzfristige Ziele steckt", zitiert die "AZ" Österreichs Fußballer des Jahres.

Bewegung auf Europas Fußballbühne

Konkret ist das alles längst nicht. Doch die Spekulationen werden bleiben, eher noch zunehmen und spätestens in der kommenden Transferperiode regelrecht ins Kraut schießen. Und sie werden die Bayern auf jeden Fall beschäftigen, nerven, vielleicht sogar beeinträchtigen. Umgekehrt hat der Ivorer Yaya Touré bereits signalisiert, ManCity verlassen zu wollen - angeblich, um Pep Guardiola aus dem Weg zu gehen. Und dabei wird es nicht bleiben, glaubt man Thierry Henry, der sich an seine Zeit in Barcelona erinnert: "Als er kam, sortierte er Profis aus. Er tat das in München, er wird es auch in Manchester tun." Und er wird Ersatz haben wollen.

Der Wechsel des Katalanen von München nach Manchester wird auf Europas Fußballbühne also auf jeden Fall einiges in Bewegung setzen. Genau darin liegt die Dimension des Guardiola-Transfers.

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