8. April 2012, 17:26 Uhr

Bayer kann weiter nicht siegen

Bayer Leverkusen hat beim HSV auch unter dem neuen Trainergespann nur ein Unentschieden erreicht. Für die abstiegsgefährdeten Hamburger ist der Punktgewinn ebenfalls zu wenig. Auf Schalke führte Raul sein Team zum Sieg gegen Hannover.

Fußball-Bundesliga, Schalke 04, Hannover 96, HSV, Bayer Leverkusen

Kein Gewinner: Bayers Stefan Kießling (l.) und Hamburgs Michael Mancienne schenken sich nichts©

Zum Einstand seines neuen Trainerduos Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski sorgten im Spiel eins nach der Ära des entlassenen Trainers Robin Dutt gleich zwei Personalien für Aufsehen. Hyypiä ermöglichte Michael Ballack den ersten Einsatz seit dem 22. Januar, auf der Bank saß erstmals nach neunmonatiger Verletzungspause Keeper Rene Adler, der in der kommenden Saison für den HSV spielen soll. HSV-Schlussmann Jaroslav Drobny ließ sich von der Anwesenheit seines vermeintlichen Nachfolgers nicht nervös machen und hielt trotz eines Spezialverbands am linken Daumen (Bänderanriss) überragend. Erst am Samstag hatte sich sein Einsatz geklärt.

Beiden Teams war von Beginn an die große Bedeutung dieser Partie anzumerken. Geprägt von vielen Missverständnissen, Abspiel- und Denkfehlern, blieb das Spiel im ersten Durchgang lange unspektakulär. Bei Bayer war Ballack im Mittelfeld neben Kapitän und Jubilar Simon Rolfes (200. Bundesliga-Spiel) um Ordnung bemüht. Der HSV brauchte unterdessen eine knappe Viertelstunde, um sich freizuspielen und ein Übergewicht in puncto Ballbesitz und Torchancen zu erarbeiten.

Handelfmeter für den HSV

Nach zunächst zaghaften HSV-Annäherungsversuchen von Marcell Jansen (18.), Marcus Berg (28.), Michael Mancienne (35.) und Jeffrey Bruma (38.) sprang Bayer-Verteidiger Gonzalo Castro der Ball bei einer Jansen-Flanke an den Arm - Petric verwandelte den fälligen Elfmeter zum verdienten 1:0 (40.). In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs scheiterte Leverkusens Tscheche Michal Kadlec mit der besten Gelegenheit seines Team freistehend an seinem starken Landsmann Drobny.

Und Drobny konnte sich auch unmittelbar nach der Pause auszeichnen, als er einen Flachschuss des überzeugenden Rolfes (46.) abwehrte. Neun Minuten später war allerdings auch er machtlos. Einen Kopfball von Stefan Kießling konnte der Hamburger Robert Tesche zunächst noch auf der Linie klären - Schürrle köpfte den Abpraller unbedrängt zum 1:1 (55.) ein. Die Partie blieb zerfahren, der eher unauffällige Ballack musste in der 65. Minute raus.

HSV verpasst dritten Heimsieg

Die Hanseaten benötigten eine ganze Zeit, sich von dem Schock des Ausgleichs zu erholen. Erst in den letzten 20 Minuten drängten die Norddeutschen wieder mit aller Macht auf den dritten Heimsieg. Nationalspieler Dennis Aogo, der nach seiner fünften Gelben Karte am Mittwoch bei 1899 Hoffenheim fehlen wird, scheiterte mit einem Freistoß an Bayer-Keeper Bern Leno (73.), Petric schoss knapp übers Tor (81.).

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Raul Hannover abschoss.

  zurück
1 2
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Schlussspurt in der Bundesliga Stiefel geputzt, Waffen geölt

Dortmund und Bayern liegen Kopf an Kopf im Titelrennen, der Abstiegskampf verursacht Schnappatmung unter den Fans - wer Gedanken an einen anderen Modus mit Finalrunde äußert, liegt falsch.

Fußball-Bundesliga BVB und Bayern marschieren im Gleichschritt

Die Favoriten geben sich keine Blöße: Dortmund hat in Wolfsburg gewonnen und Bayern seine Pflichtaufgabe gegen Augsburg erfüllt. Ein Gewinner des Spieltages heißt Stuttgart.

Chaos beim 1. FC Köln Kölner Profi landet in Ausnüchterungszelle

Der Club steckt in akuter Abstiegsgefahr, der Stuhl des Trainers wackelt – da sorgt ein weiterer Vorfall für Unruhe beim 1. FC Köln. Der Mittelfeldspieler Slawomir Peszko ist in der Nacht in einer Ausnüchterungszelle der Polizei gelandet.

Verwandte Fragen

Sie kennen die Antwort? Beantworten Sie die Frage hier oder senden Sie selber eine Frage

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2013)
Hoffen oder handeln?