Das Bochumer Landgericht hat im Wettskandal-Prozess Anklage gegen zwei Ex-Profis und vier Amateure erhoben: Der frühere Bundesliga-Profi René Schnitzler bezeichnet die Annahme des Geldes von einem Wettpaten als "größte Dummheit".
Fußball ist ein Milliardengeschäft - an dem auch die Mafia verdienen will. Eine beeindruckende Dokumentation über Sportwetten im Internet gibt einen Einblick in die mafiösen Machenschaften des organisierten Wettbetrugs.
Unterschiedlicher können Fußballerkarrieren kaum sein: Philipp Lahm ist Kapitän der Nationalelf, René Schnitzler gesperrt und spielsüchtig. Doch sie haben eines gemein: In ihren Büchern räumen sie auf mit Teamgeist, mit "Wichtig-ist-die-Mannschaft"-Gehabe - und sehen Fußball als reinen Konkurrenzkampf.
Zwischen Fußballplatz und Pokertisch hat sich das Leben des früheren St.-Pauli-Profis René Schnitzler abgespielt. Wie groß Spiellust und Spielsucht unter Profi-Fußballern verbreitet ist, haben er und andere Top-Kicker für das Buch "Zockerliga" erzählt. Ein Textauszug.
Zocken ist unter Fußballern weit verbreitet. Einige treibt es in die Spielsucht, so wie den ehemaligen St.-Pauli-Spieler René Schnitzler, der seine Karriere am Pokertisch zerstörte. In dem Buch "Zockerliga" wird sein Absturz nachgezeichnet.
Betrüger haben den internationalen Fußball im Griff. Mit verschobenen Spielen setzen sie pro Jahr mehrere Milliarden Euro um. Wer sind die Bosse der Wettmafia? Wie operieren sie? Erstmals packt ein Mitglied eines großen Kartells aus.
Anfang des Jahres hatte der ehemalige St.-Pauli-Stürmer René Schnitzler zugegeben, mehr als 100.000 Euro für die Manipulation von Bundesliga-Spielen eingestrichen zu haben. Jetzt muss er die Konsequenzen tragen. Der DFB hat Schnitzler für zweieinhalb Jahre gesperrt.
Der FC St. Pauli geht in die Offensive: Der Hamburger Club hat die Namen der Spieler genannt, die im Fußball-Wettskandal als Zeugen verhört wurden. Trainer Holger Stanislawski legt "die Hand ins Feuer" für seine "Jungs" und regte sich über "halbseidene Berichte" auf.
Er ist Spieler, seit er 16 ist. Wegen Drogenhandels muss er später in den Knast. Nach der Entlassung befasst er sich mit Fußball. Und wettet. In großem Stil. Seit vergangener Woche ist Paul Rooij in Deutschland bekannt: Da enttarnte ihn der frühere St.-Pauli-Profi René Schnitzler im stern als Schlüsselfigur des Bundesliga-Wettskandals. Was sagt der Pate selbst dazu?
Er hat Geld von einem Wettpaten in sechsstelliger Höhe angenommen, aber angeblich niemals ein Spiel manipuliert: der Fußballer René Schnitzler. Bei stern TV stellte er sich der Öffentlichkeit und wirkte so gar nicht wie ein Zocker.
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