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Müde Nullnummer im Verfolgerduell

Sowohl der SC Freiburg als auch Eintracht Frankfurt haben einen Qualifikationsplatz für die Champions League im Blick. Doch die Angriffslust verebbte nach einem stürmischen Beginn schnell.

  Kommen sich ins Gehege: der Frankfurter Jan Rosenthal (r.) und der Freiburger Oliveira Anderson-De

Kommen sich ins Gehege: der Frankfurter Jan Rosenthal (r.) und der Freiburger Oliveira Anderson-De

Kein Spektakel und nicht mal ein Tor haben die beiden Überraschungsmannschaften SC Freiburg und Eintracht Frankfurt im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga geboten. Die Aspiranten auf einen Champions-League-Qualifikationsplatz trennten sich in einer von Taktik geprägten Partie vor 23 400 Zuschauer mit 0:0. Der Aufsteiger aus Hessen wahrte als Tabellenvierter damit seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Breisgauer. Vier Tage vor dem Pokal-Viertelfinale beim FSV Mainz 05 hatte Freiburg in der Schlussphase zwar die größeren Möglichkeiten, verpasste allerdings den dritten Sieg in Serie.

Frankfurt verwirrt mit Flexibilität

Trotz der Ausfälle der Offensivstützen Srdjan Lakic (Rückenprobleme) und Takashi Inui (Rotsperre) erwartete Eintracht-Coach Armin Veh ein Duell "auf Augenhöhe". Und zunächst dominierte Frankfurt die Partie auch nach zuletzt zwei Auftritten ohne Sieg und Tor sogar. Mit dem früheren Freiburger Karim Matmour als Angriffsspitze und Stefano Celozzi im linken Mittelfeld attackierten die Hessen früh und setzten das Heimteam immer wieder unter Druck.

Verwirrt von der offensiven und taktisch flexiblen Ausrichtung des Gegners fehlte Freiburg in der temporeichen Anfangsphase die richtige Ordnung. Nach einem Konter setzte Stefan Aigner (17.) den Ball aus 16 Metern nur knapp neben das Tor von SC-Keeper Oliver Baumann. Mit ständigen Positionswechseln sorgte Rechtsaußen Aigner als Unruheherd für Wirbel. Nach dem stürmischen Start verflachte die Partie jedoch zunehmend - den Gästen fehlte der letzte Pass in der Vorwärtsbewegung, Freiburg hatte gar keine gefährliche Szene in den ersten 45 Minuten.

Es geht sicherlich besser, vor allem von unserer Seite. Eintracht ist die klar bessere Mannschaft, sie machen es sehr gut", analysierte SC-Sportdirektor Dirk Dufner zur Halbzeit und sah einen Grund auch in der öffentlichen Diskussion um den aktuellen Höhenflug der Breisgauer. "Es tut uns nicht gut, wenn wir über Europapokal reden. Man hat es vielleicht schon im Hinterkopf und tut sich dann schwer."

Die Komfortzone Mittelfeld

Nach der Pause setzte Veh auf Olivier Occean anstelle des harmlosen Matmour - doch auch der Kanadier konnte nicht auf sich aufmerksam machen. Stattdessen neutralisierten sich beide Teams weiter im Mittelfeld, bis Freiburg langsam die Initiative übernahm.

Gleich zweimal bewahrte Celozzi die Gäste in höchster Not vor dem Rückstand: In der 64. Minute rettete der 24-Jährige nach einem Kopfball von Jan Rosenthal auf der Linie. Kurz danach scheiterte SC-Innenverteidiger Matthias Ginter erneut im Anschluss an eine Ecke von Julian Schuster per Kopf an Celozzi. Bei der bis dahin größten Freiburger Chance fehlte Max Kruse die Übersicht vor Frankfurts Torwart Kevin Trapp, der aus kurzer Distanz bravourös hielt. Der eingewechselte Johannes Flum setzte einen Kopfball nur knapp über die Latte (85.).

Mit 22 Gegentoren stellt der SC auch weiterhin die zweitbeste Abwehr der Liga, während die Frankfurter nun schon seit 324 Minuten auf einen eigenen Treffer warten.

Ulrike John/DPA/DPA

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