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Ein Hoeneß-Informant packt aus

Auch nach dem Hoeneß-Urteil ist die Dimension des Falls nicht voll erfasst. Es ging um größere Summen als bekannt, so ein stern-Informant. Auch Bayern-Spieler hätten Vontobel-Konten gehabt.

Von Johannes Röhrig

  Uli Hoeneß im Münchner Landgericht: Über seine Konten flossen angeblich noch höhere Beträge als im Steuerprozess erfasst.

Uli Hoeneß im Münchner Landgericht: Über seine Konten flossen angeblich noch höhere Beträge als im Steuerprozess erfasst.

Nach dem Prozess gegen den ehemaligen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor dem Landgericht München II bleiben weiterhin wichtige Fragen offen. Die wahre Dimension des Falls sei in dem Verfahren vergangene Woche nicht aufgeklärt worden, sagte ein Insider in einem stern-Interview. "Die tatsächlichen Beträge, um die es geht, konnte die Justiz gar nicht nachvollziehen. Die meisten Kontounterlagen sind ja erst kurz vor Prozessbeginn vorgelegt worden."

Tatsächlich sei es im Fall Hoeneß um höhere Beträge gegangen als bislang bekannt. "Er hatte zeitweise Werte von 600 Millionen Schweizer Franken auf seinem Konto" – also ungefähr 400 Millionen Euro. "Das Vermögen schwankte kräftig. Da gab es auch kurzfristig Ausschläge in zweistelliger Millionenhöhe."

Der Informant, der im Gespräch mit dem stern anonym bleibt, ist einer der Insider, die mit ihrem Wissen das Steuerstrafverfahren gegen Uli Hoeneß im Januar 2013 in Gang brachten. Damals berichtete der stern über ein geheimes Fußballkonto mit der Nummer 4028BEA bei Vontobel. Hoeneß zeigte sich daraufhin selbst an. Das Kürzel BEA steht für das Konto-Passwort "Beaufort".

Hoeneß bestreitet, ein Vermögen in dieser Größenordnung besessen zu haben. Zudem erklärte er vor Gericht in München, es seien keine Gelder auf andere Konten abgeflossen.

Hoeneß bestreitet Größenordnung

Der geheime Informant behauptet im Gespräch mit dem stern nun das Gegenteil: "Über die Jahre wurden auch immer wieder sehr hohe Beträge auf Konten bei anderen Schweizer Banken transferiert, etwa bei Credit Suisse und Julius Bär". Wer hinter jenen Nummernkonten steckte, sei allerdings nicht ersichtlich.

Hoeneß war angeblich nicht der einzige Prominente des FC Bayern, der Geld bei der Vontobel hatte. "Auch Spieler des FC Bayern hatten ein Konto bei der Bank", so der Insider, "da geht es aber um überschaubare Summen im niedrigen Millionenbereich."

Das ganze Interview ...

... lesen Sie im neuen stern.

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