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Bayern droht das Robben-Theater

Wird er jetzt zum Problem für die Bayern? Arjen Robben lobt seinen Nationaltrainer Louis van Gaal und stichelt gegen den Münchner Coach Jupp Heynckes. Beim Rekordmeister gibt man sich noch gelassen.

  Bei den Bayern nur noch zweite Wahl: der niederländische Starstürmer Arjen Robben

Bei den Bayern nur noch zweite Wahl: der niederländische Starstürmer Arjen Robben

Aus seiner Unzufriedenheit über die ungewohnte Rolle auf der Ersatzbank des FC Bayern machte Starstürmer Arjen Robben in den vergangenen Wochen kein Geheimnis: Wortlos ging er an Journalisten vorbei, nach den Spielen war der Niederländer stets der erste Bayern-Spieler im Mannschaftsbus. Nun hat sich Robben erstmals zu seiner schwierigen Situation geäußert - und gegen den Münchner Coach Jupp Heynckes gestichelt.

"Das gibt dir echt ein gutes Gefühl, wenn man zu einem Trainer kommt, der Vertrauen in dich hat. Dieser Trainer hat mich schon immer unterstützt." Die Worte Robbens waren an Louis van Gaal gerichtet, den Nationaltrainer der Niederlande und ehemaligen Bayern-Coach. Van Gaal hatte Robben am Mittwoch beim Test gegen Italien eine Halbzeit lang spielen lassen. Was zwischen den Zeilen durchklang: In München vermisst der 29-Jährige aktuell dieses Vertrauen. Auf der rechten Mittelfeldseite ist Thomas Müller gesetzt, Robben spielte in der Rückrunde erst 36 Minuten.

Bei den Bayern gibt man sich noch verständnisvoll

Sorgen Robbens Sticheleien nun für Unruhe beim Rekordmeister? Offiziell gibt man sich gelassen. In dieser Woche bezog Sportvorstand Matthias Sammer in der "Bild"-Zeitung Stellung zu Robben: "Ich habe Verständnis für ihn, weil er ein sehr ehrgeiziger Spieler ist und immer spielen möchte. Dass er mal schneller in der Kabine ist oder im Bus, ist kein Problem. Es würde zum Problem werden, wenn er sich in Kommentaren so darstellen würde, dass er als Person wichtiger wäre als die Mannschaft. Das ist bisher nicht von ihm gekommen.“ Präsident Uli Hoeneß lobte in der "Bild" sogar die Einstellung Robbens: "Ich mag Spieler, die sich immer anbieten, Vollgas geben. Es muss alles im Rahmen sein, und es ist alles im Rahmen."

Die Frage ist: Bleibt es dabei? Den Stammplatz als Rechtsaußen hat Top-Scorer Müller nach überragenden Leistungen sicher. Heynckes kündigte bereits an, erst wieder in den englischen Wochen rotieren lassen zu wollen. Die beginnen in knapp zwei Wochen mit dem Champions-League-Achtelfinale gegen Arsenal London. Hält der Niederländer, der in 69 Bundesligaspielen an 65 Toren beteiligt war, so lange still? Wenn nicht, droht den Bayern das erste große Theater dieser Saison.

mxm

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