12. November 2012, 14:24 Uhr

Löw muss ohne Özil und Klose klarkommen

Bundestrainer Löw muss am Mittwoch gegen die Niederlande improvisieren. Özil und Klose haben für den Länderspiel-Klassiker abgesagt. Damit fehlen acht etablierte Kräfte.

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Absage Nummer sieben und acht: Mesut Özil und Miroslav Klose stehen am Mittwoch gegen die Niederlande ebenfalls nicht zur Verfügung.©

Mit ihren Last-Minute-Absagen haben Mesut Özil und Miroslav Klose den Bundestrainer für den Länderspiel-Klassiker gegen die Niederlande in extreme Personalnöte gestürzt. Joachim Löw wird am Mittwochabend in Amsterdam nach dem kurzfristigen Ausfall von insgesamt sechs etablierten Kräften zu einigen Experimenten gezwungen sein. Nach dem Dortmunder Sven Bender und dem Frankfurter Neuling Sebastian Jung nominierte Löw am Montag den Schalker Mittelfeldmann Lewis Holtby nach, der eigentlich ein Testspiel mit der U 21-Auswahl des DFB gegen die Türkei bestreiten sollte. Der ersatzgeschwächte A-Kader um Kapitän Philipp Lahm umfasst insgesamt 19 Akteure.

Fußprellung, Virusinfekt und Magen-Darm

Spielmacher Özil, der am Sonntagabend noch beim 2:1-Sieg von Real Madrid bei UD Levante im Einsatz war, sagte am Montag seine Teilnahme am letzten Länderspiel des Jahres wegen muskulärer Probleme ab. Torjäger Klose, der am Wochenende in Italien vor den Augen von Zuschauer Löw beim 3:2-Sieg von Lazio im Derby gegen den AS Rom ein Tor erzielt hatte, muss wegen einer Grippe passen.

Schon am Sonntag war Löw von einer ersten Absagewelle getroffen worden. Der Bundestrainer muss gegen die Holländer auch auf die Bayern-Profis Bastian Schweinsteiger (Virusinfekt), Toni Kroos (Magen-Darm-Probleme) und Jérôme Boateng (Muskelfaserriss) verzichten. Der Dortmunder Abwehrspieler Marcel Schmelzer musste seinen geplanten Länderspiel-Einsatz wegen einer Fußprellung stornieren. Schon vor dem Wochenende stand der Verzicht auf Sami Khedira (Real Madrid) und Holger Badstuber (Bayern München) fest, die nach muskulären Verletzungen im Aufbautraining sind.

Chance für den Nachwuchs

Löw muss somit zum Jahresabschluss auf gleich sechs Akteure verzichten, die zuletzt beim historischen 4:4 gegen Schweden in der Startformation gestanden hatten. Insbesondere im Mittelfeld wird der Bundestrainer improvisieren müssen. Neben Rechtsverteidiger Jung, der am Montag als erster Akteur "ein bisschen aufgeregt" im Teamhotel in Amsterdam eincheckte, könnte auch der Schalker Roman Neustädter im defensiven Mittelfeld sein Länderspiel-Debüt feiern.

swd/DPA
 
 
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