Labbadia fliegt - Schneider übernimmt

26. August 2013, 09:13 Uhr

Die Bundesliga-Saison ist gerade mal drei Spieltage alt - und schon fliegt der erste Trainer. Erwischt hat es Bruno Labbadia vom VfB Stuttgart. Auch ein Nachfolger steht schon fest.

Bundesliga, VfB Stuttgart, Bruno Labbadia

War bei den Fans in Stuttgart eigentlich die ganze Amtszeit lang umstritten. Nun hat der Verein reagiert und Trainer Bruno Labbadia entlassen.©

Der VfB Stuttgart hat sich von Trainer Bruno Labbadia getrennt. Dies teilte der schwäbische Fußball-Bundesligist am Montag nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg mit. Damit zog der Traditionsverein die Konsequenzen aus dem Fehlstart in die Saison. Der mit großen Ambitionen gestartete VfB verlor in der Bundesliga seine ersten drei Partien. Zudem droht dem Meister von 2007 in der Europa League das Aus.

Zusammen mit Labbadia muss auch sein Assistent Erdinc Sözer gehen. Neuer Trainer bei den Schwaben wird Ex-Profi Thomas Schneider. "Ich freue mich total auf die Aufgabe und bin auch voller Zuversicht", sagte der ehemalige Spieler des schwäbischen Traditionsvereins am Montag bei einer Pressekonferenz. Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Mit ihm beginnen Alfons Higl und Tomislav Maric als Co-Trainer im Betreuerstab. "Wir sind der felsenfesten Überzeugung, dass das der richtige Schritt ist", sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Der 40-jährige Schneider war seit 2011 Coach der U17 des VfB Stuttgart. Er wird erstmals am Donnerstag beim Playoff-Rückspiel in der Europa League gegen HNK Rijeka auf der Trainerbank des Bundesligisten sitzen.

"Bruno raus"-Rufe der Fans

Labbadia hatte die Schwaben am 12. Dezember 2010 übernommen und vor dem Abstieg gerettet. Danach glückte die Qualifikation für die Europa League 2012. Sein größter Erfolg beim VfB war der Einzug ins DFB-Pokal-Endspiel im Juni. Zuletzt stagnierte der VfB, dessen Kader vor der Saison personell aufgerüstet worden war, aber in seiner Entwicklung gewaltig.

Nach dem erneuten Rückschlag gegen Augsburg hatte es wieder "Bruno, raus"-Rufe seitens der Stuttgarter Fans gegeben. Die Spieler selbst wollten die Niederlagenserie nicht überbewerten. "Wir haben null Punkte nach drei Spielen. Nicht mehr und nicht weniger", sagte Stürmer Vedad Ibisevic. "Das Ende der Welt ist es nicht." Aber das Ende von Labbadia beim VfB Stuttgart.

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