Leverkusen verabschiedet sich aus Europa

10. April 2008, 20:13 Uhr

Wie erwartet ist Bayer Leverkusen im Viertelfinale des Uefa-Cups an Zenit St. Petersburg gescheitert. Nach dem Debakel im Hinspiel verabschiedete sich die Bayer-Elf mit einem 1:0-Sieg gegen den russischen Meister aus Europa.

Bernd Schneider (l.) gibt alles im Zweikampf mit Anatoly Timoschuk©

Bayer Leverkusen hat seine Europa-Tournee selbst mit einer B-Elf siegreich beendet und nach vier Pflichtspiel-Niederlagen wieder Selbstvertrauen für den Bundesliga-Endspurt gewonnen. Eine Woche nach der 1:4-Demontage im Uefa-Cup konnte die Mannschaft von Chefcoach Michael Skibbe ihre Mini-Krise im Viertelfinal-Rückspiel am Donnerstagabend durch das 1:0 (1:0) bei Zenit St. Petersburg vorerst stoppen. Doch erst im richtungsweisenden Duell am Sonntag mit Meister VfB Stuttgart muss die Werkself beweisen, ob der Erfolg vor 21.000 Zuschauern im Petrowski-Stadion durch ein Tor des Russen Dmitri Bulykin (18. Minute) nur eine Eintagsfliege war. Bayer-Keeper René Adler hielt den am Ende glücklichen Sieg fest, als er in der 85. Minute einen Foulelfmeter von Anatoli Timoschtschuk parierte.

Das kaum noch erhoffte "Wunder von der Newa" war zumindest wieder einen Gedanken wert, als Bulykin die bis zur Schlussminute engagierten Gäste überraschend in Führung brachte. Immerhin schon fünfmal hatte Bayer in seiner Vereinsgeschichte mindestens vier Tore in einem Europacup-Auswärtsspiel erzielt. "Wir spielen mit einer sehr guten Elf", hatte Skibbe vor dem Duell des Bundesliga-Sechsten mit dem Neunten der russischen Fußball-Liga fast etwas trotzig gesagt. Dabei traten die Gäste ohne sechs etatmäßige Stammspieler an: Der verletzte Schweizer Tranquillo Barnetta (Rippenprellung) fuhr gar nicht erst mit in die Stadt an der Newa; außerdem fehlten in der Startelf Manuel Friedrich, Simon Rolfes, Theofanis Gekas, Stefan Kießling und Sergej Barbarez.

Den Russen reichte eine mittelmäßige Leistung

Bereits in der 4. Minute hatte Bulykin eine hundertprozentige Chance vergeben, als er Zenit-Keeper Wjatscheslaw Malafejew aus bester Position anschoss, anstatt den Ball über ihn zu schlenzen. Die Werkself unterband den Spielfluss des ohnehin nicht meisterlich agierenden russischen Champions immer wieder und zog eigene Kombinationen auf. Die Halbzeit-Führung war verdient, die Petersburger blieben bis auf einige Blitz-Antritte ihres schnellsten Stürmers und Hinspiel-Torschützen Andrej Arschawin harmlos.

Zenit reichte im 50. Europapokalspiel seiner Vereinsgeschichte eine mittelmäßige Leistung für den Einzug ins Halbfinale. Erst nach der Halbzeit konnte sich die Mannschaft von Trainer Dick Advocaat steigern, aber ihre Fans kaum überzeugen. Allerdings hatte Adler Glück, als Igor Denisow nur den Außenpfosten traf (68.).

Vor drei Jahren hatte der Hauptstadt-Rivale ZSKA Moskau den Uefa-Pokal erobert, die Kicker aus der Millionen-Metropole St. Petersburg haben durchaus das Potenzial, den Cup wieder nach Russland zu holen. Die Klasse hat Zenit durchaus: In der Runde der besten 32 Teams wurde der FC Villarreal ausgeschaltet, im Achtelfinale mit Olympipique Marseille ein weiterer europäischer Spitzenclub.

Zum Thema
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Dudu (11.04.2008, 09:08 Uhr)
aha
mal wieder tschüss
schwach, schwächer, bundesliga
Sport
Sport-Liveticker
Fußball-Bundesliga - live Fußball-Bundesliga - <i>live</i> Die Jagd nach der Schale Zum Liveticker