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Hertha vermasselt den Saisonstart

So hatten sich die Berliner den Auftakt nach der Sommerpause wohl nicht vorgestellt: Nach einem schwachen Unentschieden gegen Moskau im UI-Cup, droht schon jetzt das Aus im europäischen Wettbewerb.

Die WM-Hauptstadt Berlin droht nach einer enttäuschenden UI-Cup-Premiere von Hertha BSC ein weißer Fleck auf Europas Fußball-Landkarte zu bleiben. Der Bundesligist kam zu Hause nicht über ein 0:0 gegen FK Moskau hinaus und hat nur geringe Chancen, sich nachträglich für den UEFA-Cup zu qualifizieren.

Die ersatzgeschwächten Herthaner müssen am kommenden Samstag zum Rückspiel beim Tabellen-Achten der russischen Liga antreten, der nicht nur in der Defensive den erwartet starken Eindruck hinterließ.

Moskau spielte gefährlich

Ohne die Weltmeisterschafts-Teilnehmer Arne Friedrich, Josip Simunic und Gilberto sowie den in Ungnade gefallenen Langzeit-Urlauber Marcelinho waren die Berliner mit dem Remis gut bedient. Vor 8504 Zuschauern im Jahnsportpark hatte Pal Dardai zwar die erste Chance, als der Ungar nach einer schönen Kombination aus 16 Metern am Tor vorbei schoss (5.). Wesentlich bessere Möglichkeiten besaßen die international besetzten Gäste, die vorsichtig begannen und dann aus einer sicheren Defensive heraus gefährliche Vorstöße starteten.

Bei einem Kopfball von Roman Adamow schien der Ball schon auf dem Weg ins Netz, ehe Torhüter Christian Fiedler die Kugel mit einem Reflex noch aus der Ecke fischte (29.). Der Keeper rettete auch bei einem Kopfstoß des moldawischen Kapitäns Radu Rebeja (34.). Dimitri Kiritschenko (32./45.) verfehlte aus der Distanz zwei Mal knapp das Gehäuse. Trainer Falko Götz stellte daraufhin in der Abwehr von Dreier- auf Viererkette um. In der Berliner Hintermannschaft stand mit Dick van Burik nur ein Routinier. Zudem fiel Talent Kevin-Prince Boateng im Mittelfeld kurzfristig wegen Kniebeschwerden aus.

Samba vergab die größte Chance

Die Hertha-Mannschaft um Antreiber Yildiray Bastürk riskierte nach der Pause in der Offensive zumindest etwas mehr. Sie leistete sich aber zu oft Ungenauigkeiten, so dass Torjäger Marko Pantelic kaum zum Zug kam. Der lange Verteidiger Christopher Samba hatte noch die beste Chance, köpfte aus sechs Metern aber vorbei (61.).

Gefahr gab es meist nur nach ruhenden Bällen, Torhüter Juri Schewnow wurde aber nicht geprüft. Auf der anderen Seite verpasste Adamow nur knapp eine Eingabe (55.), wiederum Fiedler rettete mit tollem Reflex gegen Sergej Semak (63.). Dimitri Golubow (86.) schoss kurz vor Ende knapp vorbei. Die größte Chance der Herthaner vergab Samba, dessen Kopfball Damian Gorawski in der Schlussminute von der Tor-Linie schlug.

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