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Uli Hoeneß kommt vorzeitig aus der Haft frei

Antrag stattgegeben: Der frühere Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, wird Ende Februar vorzeitig aus der Haft entlassen.

Uli Hoeneß lachend

Hat bald wieder gut lachen: Uli Hoeneß darf Ende Februar aus der Justizvollzugsanstalt in Landsberg ausziehen.

Der ehemalige Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, wird Ende Februar aus der Haft entlassen. Die restliche Strafe werde zum 29. Februar ausgesetzt, teilte das Landgericht Augsburg mit und bestätigte damit Berichte der "Bild"-Zeitung und der "Augsburger Allgemeinen". Die Entlassung erfolge zur Bewährung, sagte Landgerichtspräsident Herbert Veh. Hoeneß dürfe sich innerhalb von drei Jahren nichts zu Schulden kommen lassen.

Die Entscheidung war erwartet worden. Nachdem Hoeneß' Anwalt bereits im November mitgeteilt hatte, dass der 64-Jährige einen Antrag auf sogenannte Halbstrafe gestellt habe, wurde ab Mitte Januar mit einem Beschluss gerechnet.

Gericht sieht Bedingungen als erfüllt an

Hoeneß war im März 2014 wegen Steurerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Neben der Haftstrafe musste er die hinterzogenen Steuern zurückzahlen sowie eine Geldstrafe zahlen. Hoeneß hatte auf Rechtsmittel gegen das Urteil verzichtet und kurz nach dem Prozess seine Ämter als Aufsichtsratschef und Präsident des FC Bayern aufgegeben. Seit dem 2. Juni 2014 sitzt der 64-Jährige in der Justizvollzugsanstalt Landsberg ein. Nach den ersten Monaten im geschlossenen Vollzug ist er seit Anfang 2015 Freigänger, arbeitet tagsüber in der Jugendabteilung des deutschen Fußball-Rekordmeisters und muss nur noch zum Schlafen hinter Gitter. An den Wochenenden darf er bei seiner Familie sein.

Nach dem Strafgesetzbuch können Häftlinge unter bestimmten Voraussetzungen bereits nach Verbüßung der halben Strafe entlassen werden. Bedingung ist, dass der Verurteilte Ersttäter ist und die Gesamtwürdigung von Tat, Persönlichkeit des Verurteilten und Entwicklung während des Strafvollzugs ergeben, dass besondere Umstände vorliegen. Dies sah das Gericht nun als gegeben an.

Laut "Augsburger Allgemeine" kann die zuständige Staatsanwaltschaft München II gegen die Gerichtsentscheidung noch Beschwerde beim Oberlandesgericht München II einlegen.

mad/dho/DPA/AFP
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