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Es war einmal ein Vorbild

Uli Hoeneß gefiel sich stets als moralische Instanz. Für viele war er ein Vorbild. Nach seiner Selbstanzeige ist es damit vorbei. Seine Geschichte muss neu geschrieben werden. Es ist ein Trauerspiel.

Ein Kommentar von Klaus Bellstedt

  Es wird ungemütlich für Uli Hoeneß. Wer hätte das jemals gedacht?

Es wird ungemütlich für Uli Hoeneß. Wer hätte das jemals gedacht?

Das öffentliche Bild von Uli Hoeneß war bis zum Wochenende das hier: Der Mister FC Bayern galt auch weit über die Landesgrenze des Freistaates hinaus als streitbarer Vordenker, als populärer Klartextredner mit hohen Wertvorstellungen. Und zwar nicht nur, wenn es um Fußball ging.

Gutmensch Hoeneß, für viele ein Vorbild, ging es oft genug auch um die Gesellschaft in Deutschland an sich. Gern meldete er sich dann zu Wort. Sei es mit Kritik an Spekulanten, mit Lob für Kanzlerin Angela Merkel oder Klagen über das Steuersystem. Nach seiner Selbstanzeige als Steuersünder verfolgen Hoeneß nun solche Aussagen. Mindestens. Die Geschichte des früheren Bayern-Managers und jetzigen Präsidenten muss neu geschrieben werden. Das trifft es schon eher.

Muss Hoeneß zurücktreten?

Auswirkungen auf den FC Bayern

Denn seit die Staatsanwaltschaft München II gegen den 61-Jährigen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt, taugt Hoeneß nicht mehr als Vorbild. Und zwar völlig unabhängig davon, wie das Verfahren letztlich ausgehen wird. Fakt ist schon jetzt: Hoeneß‘ Glaubwürdigkeit, eigentlich seine größte Stärke, ist erschüttert. Sein Ruf als Wohltäter, als geradliniger Disziplinfanatiker und authentischer Sittenprediger, dieser Ruf ist nicht nur bloß beschädigt. Er ist zerstört. Und darüber hinaus?

Noch ist nicht absehbar, welche Auswirkungen die Affäre sonst noch haben wird. Der FC Bayern muss sich gut überlegen, ob Hoeneß – das Gesicht des Clubs – weiter als Aufsichtsratschef und Präsident im Amt bleiben darf. Ein mutmaßlicher Steuerhinterzieher als oberster Repräsentant des deutschen Vorzeigevereins, auf den ab sofort die Zeigefinger gerichtet sind, ist im Grunde unvorstellbar. Hoeneß selbst hätte solche Leute vor seiner Selbstanzeige übrigens gnadenlos in die Ecke gestellt und nach allen Regeln der Kunst zusammengefaltet. Nun aber steht er selbst am Pranger – und vor den Trümmern einer beispiellosen Erfolgskarriere.

Alles einfach weggewischt

Weltmeister als Spieler, Erfolgsmanager und Seele des FC Bayern München - Hoeneß hat in seiner Laufbahn Titel und Traumbilanzen gesammelt. All das ist plötzlich vom Tisch. Einfach weggewischt. Genauso wie sein scheinbar unerschütterliches Bild als moralische Instanz des deutschen Fußballs. Das ist das eigentlich Tragische an der Affäre Hoeneß.

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