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Schalke hat einen Dachschaden

Im Dach der Gelsenkirchener Veltins-Arena klafft ein großes Loch - das Bundesliga-Spiel gegen Nürnberg am Sonntag soll trotzdem stattfinden. In den anderen Spielstätten der Bundesliga-Clubs gibt es derweil keine Probleme.

Die Fußball-Bundesliga trotzt den eisigen Temperaturen - "Bob" sei Dank. Das Hochdruckgebiet hat Tief "Daisy" vertrieben und damit die Sorgen der Fußball-Fans über Spielausfälle zunächst einmal zerstreut. Auch auf Schalke, wo ein riesiges Loch im Arena-Dach klafft, soll der Rückrundenauftakt gegen Nürnberg nicht in Gefahr sein. "Bei der Untersuchung bestätigten Prüfstatiker und Sachverständige indes, dass die Sicherheit der Zuschauer der Veltins-Arena nicht gefährdet ist", hieß es in der Club-Mitteilung. Das Spiel soll also trotz des knapp 150 Quadratmeter großen Loches stattfinden.

"Aus meteorologischer Sicht steht dem Rückrundenstart nichts im Wege", sagt Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst DWD. Mit Ausnahme von Köln, wo vor dem Spiel am Sonntag gegen Borussia Dortmund (ab 17.30 Uhr im stern.de-Liveticker) mit leichtem Schneefall zu rechnen sei, werde es niederschlagsfreie Spielstätten geben, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Kälte gebe aber keinen Anlass zur Sorge: "Nachdem beim Hinrundenabschluss in Frankfurt bei minus 13 Grad Celsius gespielt wurde, sind die Temperaturen kein Thema", sagte Malewski. Stadionbesucher sollten sich allerdings warm einpacken. Malewski empfiehlt die "Zwiebeltechnik": "Am besten fünf Lagen übereinander anziehen. Dazu festes Schuhwerk, das sollte reichen".

Die Frage des richtigen Schuhwerks stellen sich auch die Zeugwarte der Bundesliga-Vereine. Durch den teils wochenlangen Betrieb der Rasenheizungen gleicht das Spielfeld vielerorts mehr einem umgepflügten Acker als einem bundesligatauglichen Grün. Dazu trägt nach Meinung von Experten auch die verkürzte Winterpause bei. "Eigentlich hätte der Rasen im Winter seine Ruhe. Durch die Heizung ist die Pflanze im Stress", sagte Greenkeeper Hermann Schulz vom Hamburger SV der Frankfurter Rundschau. Kritik am Terminkalender der Bundesliga wies Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zurück. "Vor der Verkürzung wurde alle Jahre wieder diskutiert, warum wir doppelt so lange pausieren wie die anderen Top-Ligen. Die Verkürzung wurde von Klubs und Gremien getragen."

Wegen des internationalen Terminplans und des DFB-Pokal-Finals müsse die Saison schon am 8. Mai enden. Außerdem habe niemand ahnen können, dass der härteste Winter seit 30 Jahren drohe. Ganz andere Sorgen als einen schlecht bespielbaren Rasen hat indes Holger Hieronymus, ebenfalls Geschäftsführer bei der DFL. Er fürchtet angesichts vereister Zufahrtswege zu den Stadien und zugeschneiter Stadiondächer um die Sicherheit der Zuschauer. "Wir beobachten die Situation genau und werden handeln, wenn die Sicherheit der Zuschauer in Gefahr ist", sagte Hieronymus.

sid/dpa/feh
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