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DFB ermittelt gegen Junuzovic und Fritz

Zwei Gelbe Karten sorgen bei Werder Bremen für Ärger und erinnern an den Fall Ordenewitz. Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz drohen zusätzlichen Sperren vom DFB.

Zlatko Junuzovic jubelt über sein Tor

Zlatko Junuzovic hat zugegeben, dass seine durch Gelb verursachte Sperre Absicht war

"Mach et, Zlatko", hat niemand gerufen. Und "Mach et, Clemens", war auch nicht zu hören. Trotzdem drohen den Bremer Bundesliga-Profis Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz ähnliche Sperren wie 1991 dem damaligen Kölner Frank Ordenewitz nach dem berühmten: "Mach et, Otze!" Der DFB-Kontrollausschuss hat am Montag die angekündigten Ermittlungen gegen die beiden Werder-Spieler wegen unsportlichen Verhaltens aufgenommen. Grund sind die Gelben Karten im Spiel gegen Hannover und die anschließenden Aussagen von Junuzovic.

Ehrlichkeit oder Dummheit? Aufsehen haben die Gelbe Karten und die dadurch verursachten Sperren für das Spiel am Samstag gegen Bayern München vor allem wegen Junuzovic' unverblümter Aussagen erhalten, dass es Absicht war. Das war deutlicher als vor drei Wochen, als gleich fünf Darmstädter Spieler wohl nicht ganz zufällig Gelb sahen und gegen den Tabellenführer gesperrt waren.

Zlatko Junuzovic wie damals Ordenewitz?

Bei Ordenewitz, inzwischen als Scout für die Bremer tätig, war es etwas anders. Der damalige Kölner Trainer Erich Rutemöller rief im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den MSV Duisburg den inzwischen schon legendären Satz: "Mach et, Otze!" Und Ordenewitz machte es und holte sich eine Gelbe Karte ab, die er in der Liga absitzen wollte - um dann im Finale spielen zu können.

Auch damals ermittelte der DFB, und er sperrte Ordenewitz für das Endspiel. Junuzovic könnte das gleiche Schicksal einer zusätzlichen Sperre ereilen, Fritz wohl eher nicht. Denn den Kapitän war nicht so frank und frei, den Plan zuzugeben.

"Eigentlich sollte Ehrlichkeit nie bestraft werden", sagte der ehemalige Schiedsrichter Markus Merk beim Pay-TV-Sender Sky. "Hier gibt es eine ehrliche Aussage, das erinnert an Frank Ordenewitz." Pikanterweise war Merk damals Referee, als "Otze" es machte. 

Absichtliches Gelb zugegeben

Fritz hatte seine zehnte Verwarnung nach einem überflüssigem Foul durch Klammern erhalten und auf die Frage, ob das der Darmstadt-Trick sei, geantwortet: "Natürlich nicht. Die Allianz-Arena ist immer toll." Und er hatte dabei ordentlich gegrinst, so dass sich jeder der Anwesenden seinen Teil denken konnte. Justiziabel ist so ein Grinsen aber wohl kaum.

Junuzovic, der wegen Verzögerung verwarnt wurde, hatte hingegen ungewöhnlich freimütig sein absichtliches Gelb durch Zeitschinden zugegeben. "Es war abgesprochen, das gebe ich zu. Es ist besser, ich mache es so, als wenn ich jemandem absichtlich weh tue", sagte der Österreicher beim Pay-TV-Sender Sky. Zumindest von Trainer Viktor Skripnik hatte er dafür schon direkt nach dem Spiel deutliche Worte gehört: "Ich habe in der Kabine schon ein paar kritische Worte für Zladdi gefunden." Er sei "echt sauer", sagte der Coach und beteuerte: "Der Trainerstab wusste davon nichts." 

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