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Google ist der Kragen geplatzt: Wegen der immer schärferen Zensur in China, droht der Konzern mit dem Rückzug aus dem Riesenreich. Ein mutiger Schritt, die chinesische Regierung wird sich davon aber kaum beeindrucken lassen.
Zurzeit hat Google nur die zensierte chinesische Version seiner Suchmaschine abgeschaltet. Sollte sich der US-Konzern komplett aus China zurückziehen, könnte das die Isolation der Nutzer verschärfen. Denn Google tut mehr als nur suchen.
Eine ganz besondere Schlacht zweier Giganten kann man momentan zwischen Peking und Silicon Valley beobachten. Und die Welt schaut gebannt zu, denn vor Google wagte es kein westliches Unternehmen, geschweige denn Regierung, sich den Zensurmechanismen der Chinesen zu entziehen. Aber wie lange wird das noch so gut gehen? Oder hätte Google doch im Land bleiben sollen?
"Zensursula" wurde erst im Februar das Stoppschild gezeigt, da kommt auch schon Schützenhilfe von der EU. Eine neue Richtlinie der Brüsseler Innenkommissarin Cecilia Malmström sieht Internetsperren im Kampf gegen Kinderpornografie verbindlich vor - auch in Deutschland. Was halten Sie von diesem Vorstoß?
Die Machthaber in China wollen nicht auf die Zensur des Internets verzichten. Das kündigte ein Regierungssprecher in Peking an. Es war die erste offizielle Stellungnahme, nachdem der US-Konzern Google seinen Rückzug aus China angedroht hatte. Der Internet-Gigant hat bereits erste Konsequenzen gezogen.
Die Internetzensur in China hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht: Ab der kommenden Woche dürfen Computer nur noch mit einer vorinstallierten Zensursoftware verkauft werden - angeblich zum Schutz der Jugend vor Pornografie. Und: Seit heute ist der Zugang zu Google gekappt. Chinas riesige Netzgemeinde ruft zum Protest auf.
Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, Michael Vesper, der die Internetzensur in China mit der Sperrung rechtsextremistischer Webseiten in Deutschland verglichen hat, wird für seine Äußerung scharf kritisiert. Vesper hingegen spricht von einem Missverständnis.
Die Zensur des Internets durch die chinesische Regierung während der Olympischen Spiele in Peking erregt weltweit die Gemüter. Zunehmend rückt auch Jacques Rogge ins Zentrum der Kritik. Doch der IOC-Präsident weist die Vorwürfe zurück.
Nach heftiger weltweiter Kritik hat die chinesische Regierung die Internetzensur für Journalisten während der Olympischen Spiele zumindest teilweise aufgehoben. Außerhalb des Medienzentrums bleiben bestimmte Webseiten allerdings weiter gesperrt. Auch Staatspräsident Hu Jintao äußerste sich zu dem brisanten Thema.
Der Vizevorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, hat das umstrittene internationale Urheberrechtsabkommen ACTA scharf kritisiert.
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