Egal ob Ryan Lochte oder Ruta Meilutyte - die Schwimmer in London beißen gern in ihr Edelmetall. Auch Kanuten und Schützen unterziehen ihre Medaillen für die Fotografen einer Echtheitsprüfung.
Silberbiss ins Gold: Ryan Lochtes vordere Zahnreihe ist ohnehin ein Hingucker. Seine vordere Kauleiste hat er im Stil der HipHopper mit sogenannten Grillz verziert. Was aussieht wie eine Zahnspange der ersten Generation ist tatsächlich ein Schmuckstück. Der Einfluss auf die Schwimmleistung ist nicht belegt. Lochte scheinen die Klunker aber zumindest nicht langsamer zu machen. Nach seinem Sieg über die 400 Meter Lagen posierte er mit Goldmedaille und silbernen Zähnen für die Fotografen.
Warum Sportler in ihre Medaille beißen, kann mehrere Gründe haben. Vielleicht ist es die Ungläubigkeit über das Erreichte. Nach dem Anschlag am Beckenrand, nach dem überqueren der Ziellinie, nach der geglückten Turnkür haben sie vielleicht noch nicht ganz begriffen, was da eigentlich in den vergangenen Minuten passiert ist. Um das greifbarer zu machen, erfolgt der Biss in die soeben verliehene Medaille und die Bestätigung: "Ja, sie ist da, es ist wirklich wahr."