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Die Geschichte der Olympischen Spiele:

Die Olympischen Spiele in der Antike


Der Ursprung der Olympischen Spiele liegt in der griechischen Antike. Auf der Halbinsel Peleponnes wurden im Ort Olympia Wettkämpfe zur Ehrung der griechischen Götterwelt ausgetragen. Der Mythos der Olympischen Spiele besagt, dass Herakles, ein Halbgott, die Spiele zu Ehren des Göttervaters Zeus ins Leben gerufen habe. Die ältesten bekannten Siegerlisten von Olympia sind aus dem Jahr 776 vor Christus. Bis 724 vor Christus bestanden die Olympischen Spiele nur aus einem sogenannten Stadionlauf. Das Stadion war bei den alten Griechen nicht etwa der Name der Sportstätte, so wie es heute ist, sondern eine Maßeinheit, die etwa 192,28 Metern entspricht. Im Laufe der Zeit kamen weitere Wettbewerbe dazu (diverse Laufwettkämpfe, Faust- und Ringkämpfe und der Fünfkampf „Pentathlon) und die Dauer des Festes verlängerte sich auf sechs Tage. 

Mit der Zeit rückten die kultisch-religiösen Aspekte der Olympischen Spiele in den Hintergrund und der sportliche Vergleich wurde wichtiger. Athleten, die Wettkämpfe gewannen erhielten eine lebenslange Rente und mussten keine Steuern mehr zahlen - ein Sieg bedeutete also nicht nur Ansehen und Ruhm, sondern auch materiellen Wohlstand. Durch diese Anreize wurden auch Betrugsfälle bei den Spielen häufiger. Der bedeutendste Fall von Betrug ist wohl die Teilnahme von Kaiser Nero im Jahr 67 nach Christus. Er gewann durch Bestechung in sechs Disziplinen der Olympischen Spiele. 394 nach Christus verbot der christliche Kaiser Theodosius die Spiele, da er der Meinung war, sie stellten einen heidnischen Kult dar.

Die Olympischen Spiele in der Neuzeit


Pierre Coubertin, ein französischer Pädagoge und Sportfunktionär, trat ab 1880 für die Wiederbelebung der Olympischen Spiele ein. Beflügelt durch archäologische Ausgrabungen der alten Sportstätten in Olympia, sah er in dem Konzept der Olympischen Spiele einen Weg, internationale Verständigung und Frieden zu fördern. 1894 gründete er das Internationale Olympische Komitee (IOC) und war von 1896 bis 1925 der zweite Präsident des IOC. Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit (offiziell: Spiele der I. Olympiade) fanden vom 6. bis zum 15. April 1896 in Athen statt. 214 männliche Athleten nahmen daran teil – Frauen sollten nach dem Willen Coubertins nicht mitwirken. Dies konnte er aber auf Dauer nicht vor dem Olympischen Kongress durchsetzen.

Die Sportarten

Zu den Olympischen Sommerspielen 2016 gibt es Neuerungen. Die Sportarten Golf und Rugby sind wieder olympische Sportarten - das entschied der IOC im Oktober 2009. Insgesamt werden in 28 Sportarten Medaillen vergeben.

Die Wettkämpfe

Die Wettkämpfe werden in vier olympischen Zonen rund um Rio de Janeiro ausgetragen:

Maracanã:

  • Maracanã-Stadion (Eröffnungs-, Schlussfeier und Fußball)
  • Olympiastadion João Havelange (Leichtathletik)
  • Maracanãzinho (Volleyball)
  • Sambódromo (Marathon, Bogenschießen)

Barra:

  • Rio Olympic Arena (Kunst- und Trampolinturnen, Rhythmische Sportgymnastik)
  • Olympic Aquatics Stadium (Schwimmen, Wasserball)
  • Carioca Arena 1(Basketball)
  • Carioca Arena 2 (Ringen, Judo)
  • Carioca Arena 3 (Fechten, Taekwondo)
  • Future Arena (Handball)
  • Olympisches Tenniszentrum (Tennis)
  • Rio Olympic Velodrom (Bahnradsport)
  • Barra Aquatics Centre (Kunst- und Turmspringen, Synchronschwimmen und Wasserball)
  • Riocentro-Halle 2 (Gewichtheben)
  • Riocentro-Halle 3 (Tischtennis)
  • Riocentro-Halle 4 (Badminton)
  • Riocentro-Halle 6 (Boxen)
  • Olympic Golf Course (Golf)
  • Pontal (Gehen, Zeitfahren)

Deodoro:

  • Olympic Equestrian Centre (Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiten)
  • Olympic Hockey Centre (Hockey)
  • Olympic Shooting Centre (Sportschießen)
  • Deodoro Stadion (Moderner Fünfkampf, 7er-Rugby)
  • Deodoro Aquatics Centre (Moderner Fünfkampf)
  • Youth Arena (Moderner Fünfkampf, Basketball)
  • Mountain Bike Centre (Mountainbike)
  • Olympic BMX Centre (BMX)
  • Olympic Whitewater Stadion (Kanuslalom)

Copacabana:

  • Lagoa Stadion (Rudern, Kanu/Kayak Sprint)
  • Beach Volleyball Arena (Beachvolleyball)
  • Fort Copacabana (Triathlon, Straßenrennen, Langstreckenschwimmen)
  • Marina da Glória (Segeln)
  • Flamengo Park (Straßenradrennen, Gehen)
Skandale

Der Dopingskandal um russische Leichtathleten überschattete im Vorfeld die Olympiade 2016. Im Jahr 2014 wurden 148 Athleten des Dopings überführt, es wird eine ein noch viel größeres Ausmaß vermutet. Der Weltverband IAAF verhängte im November 2015 eine Sperre gegen russische Leichtathleten, die im Juni 2016 verlängert wurde. Jedoch dürfen Sportler, die überzeugend nachweisen können, dass sie nicht gedopt sind, in Rio starten.
Auch der derzeit in Südamerika grassierende Zika-Virus sorgte für Unruhe im Vorfeld von Rio 2016: Mehr als 150 Gesundheitsexperten empfahlen in einem offenen Brief die Verschiebung der Olympischen Spiele in Rio. Eine halbe Millionen Besucher könnten angesteckt werden und der Virus so in ihre Heimatländer gelanden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wies die Bedenken zurück: Es bestehe keine Gefährdung, die eine Vertagung der Spiele rechtfertige.