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Schüler schlägt Lehrmeister

Alba Berlin gegen FC Bayern, das Halbfinale des Basketballpokals war auch ein Duell der Trainer: Sasa Obradovic traf auf seinen alten Lehrmeister Pesic - der Schüler gewann.

Von Christian Ewers, Berlin

  Bayern-Trainer Svetislav Pesic kann die Niederlage seiner Mannschaft gegen Alba Berlin nicht abwenden

Bayern-Trainer Svetislav Pesic kann die Niederlage seiner Mannschaft gegen Alba Berlin nicht abwenden

  • Christian Ewers

Als Svetislav Pesic nach Deutschland kam, war Basketball ein Studentensport. Ende der achtziger Jahre wurde in Schulturnhallen gespielt, und auf den Tribünen saßen Menschen, die leise jubelten und leise schimpften. Selten nur verloren sie ihre akademisch-analytische Distanz, und dem Trainer Pesic gefiel das. Er ist ein Experte, der sich gern mit Experten umgibt, um dann über Basketball zu fachsimpeln.

Wie sehr sich der Basketball verändert hat, wie wenig er noch mit dem Sport von damals zu tun hat, war am Wochenende in der Berliner Arena am Ostbahnhof zu beobachten. An der Seitenlinie stand Svetislav Pesic, das war ein vertrautes Bild – aber um ihn herum lärmte ein Einpeitscher vom Privatradio, auf dem TV-Würfel unter der Hallendecke wurden schnell geschnittene Einspielfilmchen gezeigt, und in den Viertelpausen brüllten die Fans von Alba Berlin und dem FC Bayern München um die Wette. Es gewannen die Berliner mit 108 zu 99 Dezibel.

Mit der Halle im Rücken

Es sollte nicht die einzige Niederlage für die Bayern bleiben an diesem Abend. Im Pokal-Halbfinale verlor Pesics Team gegen den Gastgeber Alba mit 83:92. Svetislav Pesic war sichtlich beeindruckt von der Party, die die 13.000 Zuschauer veranstalteten. "Alba hat den Heimvorteil heute genutzt", sagte der 63 Jahre alte Coach. "Sie haben ein tolles Spiel gemacht."

Alba Berlin wird trainiert von Sasa Obradovic, einem früheren Schüler Pesics. Gemeinsam gelangen ihnen in den Neunzigern mit Alba große Triumphe: Sie holten 1995 den Korac-Cup (vergleichbar mit der Europaleague im Fußball) und 1997 die deutsche Meisterschaft und den Pokal. Obradovic war Pesics rechte Hand; er führte das Berliner Team als Regisseur auf dem Spielfeld, und Pesic coachte es von der Bank aus. Pesic bekommt es jetzt häufiger mit seinen ehemaligen Alba-Spielern zu tun: Henrik Rödl trainiert Trier, Sebastian Machowski betreut Oldenburg und Ingo Freyer arbeitet verantwortlich bei Phoenix Hagen.

Der Stratege aus Berlin

Sasa Obradovic ist auf dem besten Wege, ein europäischer Spitzentrainer zu werden. Als Spieler agierte er oft heißblütig; wenn er eng bewacht wurde, wehrte er sich nicht immer fair. Er war ein kleiner König und wollte auch vom Gegner so behandelt werden. Als Trainer wirkt Obradovic wesentlich zurückgenommener. Er ist ein Stratege, der es durchaus mit seinem Lehrmeister Pesic aufnehmen kann. Obradovic hatte seine Mannschaft perfekt auf den FC Bayern eingestellt.

Alba spielte eine eisenharte Verteidigung und verhinderte im Münchener Spiel das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive. Pesics Bayern machten schon im zweiten Viertel einen ratlosen Eindruck: Alba holte sich einen Rebound nach dem anderen und blieb so auch nach eigenen Fehlwürfen in Ballbesitz. Pesic reagierte mit einer Umstellung in der Defensive und schaltete von einer Manndeckung auf eine Zonen-Verteidigung um. Alba kam jetzt zwar nicht mehr so häufig unter den gegnerischen Korb, traf aber sicher seine Schüsse aus der Distanz.

Pokaltriumpf gegen Ulm

Im Schlussviertel versuchte es München mit wildem Anrennen; Steffen Hamann gelangen auch einige Korbleger, nachdem er sich durch die komplette Berliner Defensive geschlängelt hatte. Aber das genügte nicht. Alba hielt die Bayern auf Abstand, und Svetislav Pesic musste sich seinem Schüler Obradovic geschlagen geben.

Im Pokalfinale traf Alba dann am Sonntag auf Ratiopharm Ulm. In einem Hochklassigen Spiel gewannen die Berliner mit 85:67 (38:39) und sicherten sich den Cup wie zuletzt 2009. Mit dem Sieg ging eine vierjährige Zeit ohne Titel zuende. Pesics Bayern gewannen zuvor das Spiel um Platz drei gegen Quakenbrück mit 88:76 (43:43). So konnte der alte Lehrmeister Berlin als Gentleman verlassen – jene Stadt, in der er den deutschen Basketball prägte und so manchen späteren Trainer ausbildete.

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