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21. Januar 2009, 08:50 Uhr
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"Ich renne vor dem Krebs nicht davon"

Der Krebs hat seinen Brustwirbel zerstört, doch Basketballstar Ademola Okulaja gibt sich ungebrochen. Im neuen stern spricht der Nationalmannschafts-Kapitän erstmals ausführlich über seine Erkrankung - und erklärt, warum er "super viel Glück im Unglück" hat.

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Basketballstar Ademola Okulaja sitzt im Wohnzimmer seines Hauses in Bamberg. Der 33-Jährige will den Krebs mit "Energie und Konzentration" angehen© Edgar Rodtmann

Ademola Okulaja, an Krebs leidender Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft, berichtet in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern zum ersten Mal ausführlich über seine Erkrankung.

Der Flügelspieler war im Juli 2008 aus dem vorolympischen Trainingslager wegen Rückenschmerzen abgereist. Ärzte fanden einen Tumor, der seinen siebten Brustwirbel bereits von innen zerstört hatte. Die Mediziner entfernten den Wirbel und fügten einen Ersatz aus Titan ein. "Ich hatte super viel Glück im Unglück", sagte der 33-jährige Okulaja. "Die zwei Wochen Training mit dem zerschmetterten Wirbel waren hoch gefährlich: Schon bei der kleinsten Bewegung hätte ein Knochensplitter ins Rückenmark dringen können, und ich wäre gelähmt gewesen."

Die Öffentlichkeit habe er rasch benachrichtigt, sagte Okulaja dem stern, weil "es nicht anders ging". "Als ich vor den Olympischen Spielen nach Hause zurückkehrte, kochten die Gerüchte hoch, es war unglaublich. 'Der hat keine Lust mehr', hieß es. 'Der will mehr Geld haben. Der hatte Streit mit dem Bundestrainer.' Da habe ich mich entschieden, von der Krankheit zu erzählen, aber nur dosiert."

Von großer Hilfe sei für ihn, dass er Profisportler sei. Es sei "dieselbe Energie und Konzentration wie im Spiel, mit der ich die Krankheit angehe. Alles fällt zusammen um dich herum. Alle kommen auf dich zu, jeder um dich hat Panik und rennt. Und du stehst trotzdem aufrecht da und sagst: 'Ich renne nicht davon. Da sind noch Wege. Da müssen wir hin.'" Seit September befindet sich der verheiratete Vater zweier Söhne in der Chemotherapie. Im Februar wird er sich wieder in die Klinik nach Würzburg begeben. Das Ergebnis der letzten Kontrolluntersuchung sei "gut". "Die kleineren Herde haben sich nicht vergrößert. Und an der Stelle, an der der Primär-Tumor war, ist auch nichts mehr gewachsen."

Trotz der ungewissen Genesungschancen spricht Okulaja im stern von einem Comeback als Spieler der Brose Baskets Bamberg: "Ich bin guter Dinge, aber ich erzwinge nichts. Ich komme erst wieder, wenn ich wirklich gesund bin, wirklich Leistung bringen kann."

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Ausgabe 05/2009

Lesen Sie das volle Interview mit Basketballstar Ademola Okulaja im neuen stern

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