Zur mobilen Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere Darstellung
auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
Startseite

Laura Dahlmeier läuft im Verfolgungsrennen zu Gold

Erst Bronze, nun Gold: Laura Dahlmeier hat bei der Biathlon-WM in Oslo ihre zweite Medaille gewonnen. Im 10-Kilometer-Verfolgungsrennen bewies sie am Schießstand die größte Nervenstärke.

Laura Dahlmeier

Am Ende blieb ihr noch Zeit, eine Flagge zu schnappen: Laura Dahlmeier beim Zieldurchlauf bei der Biathlon-WM in Oslo

Laura Dahlmeier schnappte sich schon lange vor dem Ziel eine deutsche Fahne und feierte überschwänglich ihren Gold-Coup bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Oslo. "Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich habe es echt geschafft, das war mein Traum, in einem Einzelrennen mal die Goldmedaille zu gewinnen. Das war das perfekte Rennen", sagte sie wenig später in der ARD und gestand noch ein wenig atemlos: "Das macht mich irgendwie sprachlos."

Einen Tag nach ihrer Bronzemedaille im Sprint setzte sich die 22 Jahre alte Skijägerin aus Garmisch-Partenkirchen am Sonntag in unglaublicher Manier am legendären Holmenkollen vor der Italienerin Dorothea Wierer und der Französin Marie Dorin-Habert durch.

Hildebrand knapp am Podium vorbei

Um 4,5 Sekunden verpasste Franziska Hildebrand Bronze. "Ich hätte mich gefreut, wenn es der dritte Platz geworden wäre. Dann hätte ich die Medaille gehabt, die ich angestrebt hatte", sagte Hildebrand etwas enttäuscht. Als Sechste vervollständigte Franziska Preuß das tolle Mannschaftsergebnis der deutschen Skijägerinnen.

Laura Dahlmeier ist die fünfte deutsche Verfolgungs-Weltmeisterin nach Martina Glagow (2003), Uschi Disl (2005), Magdalena Neuner 2007) und Andrea Henkel (2008). Nach ihrer vierten WM-Medaille nach Staffel-Gold und Silber in der Verfolgung 2015 sowie Bronze im Sprint am Samstag in Oslo ist sie in die Fußstapfen der Biathlon-Größen getreten.

20 Sekunden Rückstand aufgeholt

Nach ihrer tollen Vorstellung im Sprint über 7,5 Kilometer zeigte sie auch einen Tag später im Zehn-Kilometer-Rennen eine beeindruckende Leistung. Sie startete mit einem Rückstand von 20 Sekunden auf Sprint-Siegerin Tiril Eckhoff aus Norwegen. Dahlmeier blieb am Schießstand fehlerfrei und gewann das Rennen mit einem Vorsprung von 48,3 Sekunden auf Wierer. Dorin-Habert lag 57,3 Sekunden zurück. Franziska Hildebrand fehlten am Ende 4,5 Sekunden auf den Bronze-Rang.

Das Jagdrennen wurde am Schießstand entschieden. Sprint-Siegerin Eckhoff leistete sich gleich einen Fehler, Dorin-Habert und Dahlmeier blieben fehlerfrei und übernahmen die Spitze. Auch nach dem zweiten Schießen änderte sich nicht viel. Dorin-Habert, im Vorjahr bei der WM in Kontiolahti noch Verfolgungssiegerin vor Dahlmeier, machte Tempo.

Nervenstärke entscheidend

Beim ersten Stehendschießen fiel dann die Vorentscheidung. Während Dahlmeier alle Scheiben traf, musste die Französin gleich zweimal in die Strafrunde. "Stehend ist mein besserer Anschlag. Ich habe mir gedacht, ich schaffe es. Ich habe mir die nötige Zeit genommen und bin im Endeffekt dafür belohnt worden." Mit riesengroßem Vorsprung kam Dahlmeier dann letztmals an den Schießstand. Nervenstark räumte sie alle Scheiben ab und lief souverän zum Gold.

tkr/Sandra Degenhardt/DPA
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools