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Neue Verantwortung für das deutsche Herren-Tennis: Boris Becker arbeitet ehrenamtlich

Es ist die spektakulärste Personalrochade im Deutschen Tennis Bund seit Jahren. Boris Becker übernimmt die Verantwortung für das deutsche Herren-Tennis. Er macht es ehrenamtlich.

Boris Becker mit Krücken auf dem Frankfurter Römerberg

Boris Becker am Mittwoch auf dem Frankfurter Römerberg: Zu seinem neuen Job als "Head of Tennis" kommt er auf Krücken, Ende Juli wurde Becker am Sprunggelenk operiert

soll die deutschen Tennis-Herren um Top-Ten-Spieler Alexander Zverev zurück in die Weltspitze führen. "Tennis ist eine Herzensangelegenheit für mich. Das ist das, was ich am besten kann", sagte der dreimalige Wimbledonsieger am Mittwoch in Frankfurt am Main, wo er in seiner neuen Funktion für den Deutschen Tennis Bund vorgestellt wurde. "Ich bin stolz, Head of Men's Tennis zu sein. Ich liebe diesen Sport, ich liebe dieses Land."

Becker soll "für den gesamten Herrenbereich verantwortlich sein", sagte -Präsident. Becker solle sowohl im Davis Cup als auch im Nachwuchsbereich wichtige Impulse setzen. Seinen ersten Einsatz wird Becker bei der Davis-Cup-Relegationspartie in Portugal haben. Vom 15. bis 17. September kämpfen die deutschen Tennis-Herren in Lissabon auf Sand um den Verbleib in der Weltgruppe.

"Becker wird ehrenamtlich arbeiten"

Private Fragen und Fragen zu seiner finanziellen Lage beantwortete Becker bei seiner Vorstellung nicht. "Herr Becker wird heute ausschließlich über seine neue Rolle sprechen und nicht über andere, möglicherweise für Sie interessante Fragen", sagte der Pressesprecher des Deutschen Tennis Bundes, Felix Grewe. Becker, dessen finanzielle Lage jüngst Gesprächsstoff bot, bekommt für seine neue Funktion nach DTB-Angaben nur die Reisekosten erstattet. "Becker wird ehrenamtlich arbeiten", sagte Verbandspräsident Ulrich Klaus (67). 


Boris Becker als "absolute Bereicherung"

Der Deutsche Tennis Bund um Präsident Klaus setzt mit der Personalrochade auch auf die Attraktivität des dreimaligen Wimbledonsiegers Becker, der einst die Menschen vor den Fernsehgeräten in seinen Bann zog. Von 1997 bis 1999 hatte Becker den Posten als Davis-Cup-Teamchef inne, ehe es zum Zerwürfnis und zur Trennung kam. Der ehemalige Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen sieht die Rückkehr von Becker zum DTB als "absolute Bereicherung für das deutsche Team", wie er t-online.de sagte. 

Im Zuge der umfassendsten Veränderungen im DTB seit Jahren wird die bisherige Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner die Verantwortung für diese neu geschaffene Position bei den Damen tragen. Neuer Fed-Cup-Teamchef wird von der Saison 2018 an Jens Gerlach. Der 44-Jährige soll allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden.

pg/DPA

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