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Nowitzki-Boss Cuban kündigt neue Strategie an

Zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn sind die Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki weit von der NBA-Spitze entfernt. Klub-Boss Marc Cuban kündigt eine Kurskorrektur im Verein an.

Den versöhnlichen Saisonabschluss hatte Dirk Nowitzki schnell abgehakt. "Ich denke, das Team wird im nächsten Jahr ganz anders aussehen", sagte der Star der Dallas Mavericks nach dem 99:87-Sieg gegen die New Orleans Hornets, der den Texanern zumindest noch eine ausgeglichene Bilanz von 41 Siegen und 41 Niederlagen sicherte. Das erste Playoff-Aus der Texaner seit 13 Jahren hatte schon vor der Partie festgestanden. "Es hat niemand eine Kristallkugel", sagte der 34-Jährige über die ungewisse Zukunft des Teams, "wir müssen einfach abwarten und sehen, was passiert."

Während in Dallas die Planungen für die kommende Spielzeit beginnen, haben die Los Angeles Lakers doch noch den Einzug in die K.o.-Phase geschafft. Ohne ihren verletzten Superstar Kobe Bryant, der nach seinem Achillessehnenriss mehrere Monate ausfällt, gewann der 16-fache NBA-Champion das letzte Spiel der regulären Spielzeit gegen die Houston Rockets mit 99:95.

Weil der direkte Konkurrent Utah Jazz zuvor bei den Memphis Grizzlies verloren hatte, war die Qualifikation der Lakers aber ohnehin fix. "Das war ein toller Sieg für uns", sagte der Spanier Pau Gasol. "Jetzt müssen wir versuchen, den Schwung mit in die Playoffs zu nehmen." In der ersten Runde treffen die Kalifornier auf die San Antonio Spurs.

Die Mavericks verabschieden sich hingegen schon jetzt in den Urlaub - früher, als es allen Beteiligten lieb ist. "Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass wir zumindest noch eine positive Bilanz schaffen können", sagte Dallas-Coach Rick Carlisle. Trotz der sportlichen Talfahrt muss er nicht um seinen Job bangen. "Leider ist uns das nicht gelungen." Immerhin habe sein Team im Saisonendspurt nie den Glauben an sich verloren, versuchte der 53-Jährige einen positiven Aspekt zu finden.

In der enttäuschenden Jahresbilanz der Mavs wird das keine Rolle spielen. Zwei Jahre nach der Meisterschaft sind die Texaner meilenweit von der Spitze entfernt. Platz zehn in der Western Conference entspricht der Leistungsstärke des Teams - ein Alarmsignal, das für einige Personalwechsel in der Sommerpause sorgen könnte. "Wir brauchen ein paar Jungs, die uns wieder auf das höchste Level bringen können", hatte Nowitzki erst kürzlich betont. Er selbst wolle Club-Besitzer Marc Cuban bei der Suche nach neuen Spielern helfen, "wenn er mich dafür braucht".

An der Seite von Nowitzki, der die ersten 27 Saisonspiele wegen einer Knieverletzung verpasst hatte und danach selten zu seiner Topform fand, fehlen weitere Stars, die den Würzburger bei Bedarf entlasten können. Die Neuzugänge O.J. Mayo und Darren Collison, deren Verträge im Sommer auslaufen, sind diesen Beweis schuldig geblieben. Ihr Verbleib in Dallas ist offen, genauso wie der des deutschen Nationalspielers Chris Kaman, der die Erwartungen ebenfalls nicht erfüllt hat.

Cuban kündigte derweil an, dass man bei Transfers künftig eine andere Strategie verfolgen werde. Kontinuität sei das Ziel, sagte der Milliardär im Vorfeld des Spiels gegen New Orleans: "Wir wollen nicht mehr nur Ein-Jahres-Verträge abschließen." Konkret in Bezug auf mögliche Neuverpflichtungen wurde Cuban nicht. An der finanziellen Liquidität sollte es jedenfalls nicht scheitern: "Wir werden alles Mögliche unternehmen, um dahin zurückzukehren, wo wir hingehören." Wer Cuban kennt, der weiß, dass damit nur die Spitze gemeint sein kann.

DPA/DPA

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