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Sponsoren distanzieren sich von Scharapowa - Russland aber rechnet mit Olympia-Teilnahme

Für Tennisstar Maria Scharapowa hat ihr positiver Dopingbefund erste Konsequenzen: Neben Nike ging auch Porsche auf Distanz zu seiner Werbepartnerin. Russlands Verband indes nannte die Anschuldigung "Blödsinn".

Positiv auf Doping getestet: Tennisspielerin Maria Scharapowa aus Russland

Obwohl Tennisspielerin Maria Scharapowa positiv auf das Dopingmittel Melodium getestet wurde, rechnet ihr Tennisverband mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro

Nach dem Dopinggeständnis von Maria Scharapowa gehen die ersten Sponsoren und Werbepartner auf Distanz zu der russischen Tennisspielerin. Man bedauere die aktuellen Nachrichten, teilte der Sportwagenbauer Porsche am Dienstag mit.

"Bis weitere Details hierzu bekannt sind und wir die Situation analysieren können, haben wir uns entschieden, die geplanten Aktivitäten auszusetzen", hieß es in einer Mitteilung an die Deutsche Presse-Agentur. Scharapowa ist Markenbotschafterin von Porsche und vor allem für das Stuttgarter WTA-Turnier eine wichtige Attraktion.

Auch Nike legt Sponsoringvertrag vorläufig auf Eis

Auch der US-Sportartikelhersteller Nike legte den hoch dotierten Sponsoringvertrag mit der 28-Jährigen vorerst auf Eis. "Wir sind traurig und überrascht über die Neuigkeiten von Maria Scharapowa", teilte der Konzern mit. Nike wolle das Ergebnis weiterer Ermittlungen abwarten, bevor über weitere Schritte entschieden werden soll.

Der Schweizer Uhrenhersteller TAG Heuer erklärte, dass der Ende 2015 ausgelaufene Vertrag mit der fünfmaligen Grand-Slam-Turniersiegerin nicht verlängert werde. Man habe sich aus den Verhandlungen über eine neue Übereinkunft zurückgezogen, hieß es von dem Unternehmen.

Tennisverband: Maria Scharapowa bei Olympia dabei 

Trotz des positiven Dopingtests erwartet der Tennisverband in Moskau eine Teilnahme der Weltklasse-Spielerin bei den Olympischen Spielen. "Das ist alles Blödsinn. Ich denke, dass Scharapowa bei Olympia (in Rio de Janeiro im Sommer) spielt", sagte Verbandspräsident Schamil Tarpischtschew der Agentur Tass. "Maria wird ihre Karriere nach all dem fortsetzen", sagte er der Fachagentur R-Sport am Dienstag. 

Scharapowa wurde während der Australian Open im Januar die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium nachgewiesen. Der Tennis-Weltverband ITF suspendierte sie vorläufig.

Meldonium war zumindest bis 2014 besonders in Russland ein Renner unter den für Doping genutzten Mitteln. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte hohen Missbrauch der Substanz in verschiedenen Sportarten festgestellt und den Wirkstoff auf die seit 1. Januar 2016 gültige Liste der verbotenen Substanzen gesetzt. 

Meldonium in Deutschland nicht zugelassen

Dennoch scheint es vor allem in der russischen Doping-Szene weiter beliebt zu sein. Die Doping-Fälle mit Meldonium von Tennis-Stars Maria Scharapowa und der ehemaligen Eistanz-Europameisterin Jekaterina Bobrowa könnten Hinweise darauf sein. 

Meldonium wird unter dem Markennamen Mildronat als Herzmedikament in den baltischen Staaten und in Russland vertrieben; in Deutschland ist es als Arzneimittel nicht zugelassen. Es soll die Durchblutung fördern und somit als Medikament für Angina Pectoris und Herzerkrankungen geeignet sein. Athleten versprechen sich durch die Einnahme der Substanz eine verbesserte Durchblutung und damit eine Steigerung der physischen sowie mentalen Belastungsfähigkeit. 

mod/DPA
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