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Novak Djokovic: Männer sollen mehr verdienen als Frauen

Sexismus-Debatte im Tennis: Der Turnierdirektor von Indian Wells sorgte mit sexistischen Äußerungen für einen Skandal. Novak Djokovic versuchte daraufhin, den Diplomaten zu geben – und machte alles nur noch schlimmer.

Novak Djokovic nach seinem Finalsieg über den Kanadier Milos Raonic mit dem Siegerpokal von Indian Wells

Der serbische Weltranglistenerste Novak Djokovic nach seinem Finalsieg über den Kanadier Milos Raonic mit dem Siegerpokal von Indian Wells

Novak Djokovic hat sich dafür ausgesprochen, dass Männer im Tennis auch weiterhin mehr verdienen sollen als Frauen. Wie der "Guardian" berichtet, reagierte der Weltranglistenerste nach seinem Turniersieg in Indian Wells auf kontroverse Aussagen des Turnierdirektors: Der hatte die Tennisdamen vorher auf übelste Weise beleidigt.

"Wenn ich eine Spielerin wäre, würde ich jeden Abend auf die Knie gehen und Gott dafür danken, dass Roger Federer und Rafael Nadal geboren wurden", hatte Raymond Moore in einem Interview gesagt. "Denn die haben diesen Sport getragen." Die Internationale Vereinigung der Tennis-Spielerinnen, WTA, befinde sich lediglich "im Schlepptau der Männer" und würde auch keine eigenen Entscheidungen treffen.

Novak Djokovic über Frauen: "Hormone und so"

In diese Debatte wolle er sich eigentlich nicht einmischen, so Djokovic, schließlich habe er "wahnsinnigen Respekt" vor den Frauen auf der Tennis-Tour. Außerdem sei er von Frauen umgeben und sehr froh, mit einer verheiratet zu sein. "Frauen müssen eine Menge durchmachen, was uns erspart bleibt", so der beste Tennisspieler der letzten Jahre weiter: "Hormone und so." Aber: Die Sache sei eine "delikate Angelegenheit". Frauen würden Respekt und Bewunderung verdienen für das, was sie tun, aber die Männer würden immer noch mehr Zuschauer anziehen – und deshalb sollten sie auch mehr verdienen.

Zuvor hatte schon Serena Williams auf Moores skandalöse Aussagen reagiert: "Wir Frauen sind einen langen Weg gegangen und sollten niemals vor irgendjemanden auf die Knie fallen", sagte die Weltranglistenerste auf der Pressekonferenz nach ihrer Finalniederlage gegen die Weißrussin Viktoria Asarenka. "Wenn ich Ihnen sagen sollte, wie oft ich täglich von Leuten angesprochen werde, die mir erzählen, dass sie nur Tennis gucken, wenn meine Schwester Venus oder ich spielen - ich könnte Ihnen nicht einmal die genaue Zahl nennen." Williams nannte Moores Bemerkungen "sehr, sehr, sehr fehlerhaft".

Auch die Tennis-Ikone und zwölfmalige Grand-Slam-Siegerin Billie Jean King schrieb auf Twitter: "Er liegt auf so vielen Ebenen falsch. Jeder Spieler, vor allem die Top-Leute, tragen zu unserem Erfolg bei." Moore entschuldigte sich später bei den Spielerinnen und der WTA für seine "irrtümlichen" Kommentare.


tim

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