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Holczer wehrt sich gegen Doping-Anschuldigungen

Ex-Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer ist im Prozess gegen Radprofi Stefan Schumacher als Zeuge aufgetreten. Von Doping will er trotz der massiven Vorwürfe gegen sich nichts wissen.

  "Das ist vollkommen gelogen": Ex-Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer

"Das ist vollkommen gelogen": Ex-Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer

Ex-Teamchef Hans-Michael Holczer hat am zweiten Verhandlungstag im Betrugsprozess gegen den Radprofi Stefan Schumacher erneut beteuert, nicht von den Dopingpraktiken in seiner früheren Gerolsteiner-Mannschaft gewusst zu haben. "Das ist vollkommen gelogen", sagte der 59-jährige Lehrer am Donnerstag vor der 16. Großen Strafkammer des Landgerichts in Stuttgart an die Adresse Schumachers. Der Prozesszeuge Holczer nahm mit dieser Äußerung Stellung zu den Äußerungen des Radprofis, sein früherer Chef habe ihn indirekt auf Doping angesprochen.

Nach Mitteilung des Richters Martin Friedrich werden Ex-Profi Bernhard Kohl und Ex-Teamarzt Mark Schmidt nicht in Stuttgart als Zeugen aussagen. Schmidt machte ein Zeugnisverweigerungsrecht geltend, Kohl sei bereit, sich in Österreich vernehmen zu lassen. Beide sollten am 23. und 30. April vor dem Landgericht aussagen.

Die Schumacher-Verteidiger warfen Staatsanwalt Peter Holzwarth vor, vorliegende Vernehmungsprotokolle des ehemaligen Gerolsteiner-Teamarztes Giuliano Peruzzi nicht berücksichtigt zu haben. Der langjährige italienische Team-Mediziner soll nach Aussagen des geständigen Kohl Dopingspritzen aus dem Kühlschrank an den ehemaligen Profi Davide Rebellin und Schumacher weitergegeben haben. Danach befragt, verweigerte Schumacher die Aussage.

DPA/DPA

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