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Positive Doping-Probe bei Isabell Werths Pferd

Dem deutschen Reitsport droht ein neuer Dopingfall: Bei der fünfmaligen Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth liegt für das Pferd Whisper eine positive A-Probe vor. Deutschlands Vorzeigereiterin wurde bis auf Weiteres von allen Turnieren suspendiert. Der Deutsche Olympische Sportbund reagierte bestürzt.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth ist in den jüngsten Dopingfall im deutschen Reitsport verwickelt. Der zehn Jahre alte Wallach Whisper der Dressurreiterin ist beim Pfingstturnier in Wiesbaden in der A-Probe positiv auf die verbotene Substanz Fluphenazine getestet worden. Isabell Werth wird eine Öffnung der B-Probe beantragen. Das teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN am Mittwoch mit.

Der Weltverband FEI hat Werth bis auf Weiteres von allen Turnieren suspendiert und für den 25. Juni eine Anhörung angesetzt, in der das Tribunal entscheidet, ob es die vorläufige Suspendierung aufrecht erhält. Die Regelung, dass Reiter und Pferd bereits nach einer positiven A-Probe suspendiert werden, gibt es international seit Anfang 2008.

DOSB-Präsident Thomas Bach hat betroffen auf den drohenden weiteren im deutschen Reitsport reagiert. "Das ist äußerst bedauerlich", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Mittwoch. "Aber es zeigt eben auch, dass der Verband die richtigen Schritte eingeleitet hat."

Michael Vesper, der Generaldirektor des DOSB reagierte ebenfalls bestürzt auf die Nachricht. "Das ist natürlich extrem enttäuschend", sagte Vesper dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Jeder Dopingfall ist katastropal, aber bei einem Vorbild wie Isabell ist man noch stärker betroffen. In jedem Fall ist Fluphenazine eine Substanz, die meines Wissens in kein Pferd gehört."

DPA/sid/kbe

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