"Ich wollte, ich wollte doch"

6. Juli 2013, 16:40 Uhr

Sabine Lisicki hat Tennis-Geschichte geschrieben - auch wenn sie das Finale verlor. Für stern.de schildert die 23-Jährige ihre persönlichen Wimbledon-Momente anhand von Bildern. Von Sabine Lisicki

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Sabine Lisicki©

Es sollte der größte Tag in ihrer Karriere werden. Doch Sabine Lisicki hat im Finale von Wimbledon gegen die Französin Marion Bartoli verloren. Neun Fakten über die Blondine, die den Deutschen wieder Lust auf Tennis gemacht hat.

Lisicki ist ein großer Fan von Nationalstürmer Miroslav Klose. "Bei WM und EM bin ich immer voll dabei. Das macht mir viel Spaß, da zuzuschauen - vor allem, wenn Klose spielt", sagt Lisicki. Der Angreifer von Lazio Rom hat wie sie polnische Wurzeln. Kennengelernt haben sich die beiden "aber leider noch nicht". Neben Tennis und Fußball gehört ihre (sportliche) Leidenschaft übrigens dem Eishockey. In ihrer zweiten Wahlheimat Berlin besucht sie gern Spiele der Eisbären.

Die Wimbledon-Finalteilnehmerin kann aber nicht nur Sport, sie kann auch Musik. Nur die wenigsten wissen, dass Lisicki eine hoch talentierte Klavierspielerin ist und in ihrer Jugend irgendwann vor der Wahl stand: Tennis oder Musik? Sie schlug die Musikerkarriere aus.

Lisickis Vater hat maßgeblichen Anteil an ihrem Erfolg. Denn durch die Prinzipien der Doktorarbeit ihres Vaters Richard stieg sie erst zur Weltklassespielerin auf. Diese trägt den Titel "Trainingsmethoden für die Entwicklung der Schlaggeschwindigkeit unter Beibehaltung der Schlagpräzision". Als Kind musste Lisicki stundenlang Bälle gegen die Wand dreschen, während ihr Vater nebenan Tennisunterricht gab.

2011 starb Lisicki fast an einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich bei einem Turnier in China zugezogen hatte. "Es war eine lebensbedrohliche Situation. Ich war extremst dehydriert, fast bewusstlos", sagte Lisicki damals. Diagnostiziert wurde schließlich eine Gluten-Allergie, sodass sie keine Nudeln, Pizza und viele andere Sachen mehr essen darf.

Aber damit nicht genug. Ironischerweise leidet die Deutsche auch an einer Rasenallergie, welche die Ärzte ebenfalls bei ihr feststellten. Lisicki nimmt Medikamente dagegen, damit ihr der geliebte Wimbledon-Rasen nichts anhaben kann.

Abergläubisch ist Lisicki auch. Als Glücksbringer trug sie früher immer ein kleines Nilpferd als Kette um den Hals. Das ist ihr mittlerweile aber etwas unangenehm. Das Nilpferd ist aber trotzdem noch mit dabei: in ihrer Schlägertasche.

Bereits im Alter von sieben Jahren begann die Tochter eines promovierten Sportwissenschaftlers und einer Künstlerin mit dem Tennis. Ihre Eltern Richard und Elisabeth zogen von Polen nach Deutschland. Geboren wurde Sabine Lisicki am 22. September 1989 in Troisdorf, seit 2003 lebt die Familie in Berlin. Lisicki hat mittlerweile einen Wohnsitz in der Hauptstadt und in Bradenton/Florida.

Lisickis Trainer hat schon einmal eine Spielerin zum Grand-Slam-Titel geführt. 2009 trainierte Belgier Wim Fissette seine Jugendfreundin Kim Clijsters, die bei den US Open völlig überraschend den Titel gewann. An diesem Samstag könnte dem 32-Jährigen ein ähnlicher, ein noch größerer Coup gelingen. Seit Mai ist der Flame Coach von Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki.

Ihren Premierenauftritt in Wimbledon feierte Lisicki übrigens 2008. Was heißt feiern? In der ersten Runde verlor sie gegen: Marion Bartoli. Glatt in zwei Sätzen mit 2:6, 4:6. Jetzt gilt es Revanche zu nehmen. Damit würde sich ein Kreis schließen.

 
 
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