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25. Oktober 2009, 15:12 Uhr

Didier Cuche gewinnt in Sölden

Ski-Rennfahrer Didier Cuche hat den Weltcup-Auftakt im Riesenslalom gewonnen. Der deutsche Fritz Dopfer war im österreichischen Sölden ohne Chance und verpasste den zweiten Durchgang.

cuche

Didier Cuche ließ die Jüngeren in Sölden locker hinter sich© Alessandro Trovati/AP

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt: Ein risikoscheuer Fritz Dopfer hat als Vertreter des geschwächten Felix Neureuther seine Chance nicht nutzen können und als 53. einen Achtungs-Erfolg zum Auftakt im alpinen Weltcup klar verpasst. Beim Ski-Duell der Weltspitze am Sonntag im österreichischen Sölden war Dopfer nach verpasstem zweiten Durchgang nur noch Zuschauer, über den siegreichen Schweizer Oldie Didier Cuche konnt er nur staunen. "Es ist genial, wie der fährt. Didier Cuche ist sicher so ein Technikleitbild, von dem man sich was abschauen kann", sagte der 22- jährige Garmischer. "Fritz ist ein unheimlich guter Skifahrer. Jetzt müssen wir einen guten Rennfahrer aus ihm machen", meinte der neue Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel.

Zwar hatte keiner von Dopfer bei dessen 18. Weltcup-Start erwartet, dass er in die Top-30 vorfahren kann. Aber ein Rang zwischen 30 und 40 hätte der Sportler selbst und auch sein Vorgesetzter gerne gesehen. Mit Startnummer 50 hatte er es bei nachlassender Piste zwar schwer, dass der 2. Lauf möglich war, zeigte der mit Nummer 49 gestartete Tscheche Ondrej Bank.

"Wenn man eine Chance auf einen Platz unter die ersten 30 haben will, muss man nicht bloß das allerletzte Hemd riskieren, sondern den allerletzten Zipfel vom Hemd", sagte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der seinen Herren aber auch Einiges im Olympia-Winter zutraut. "Im Sport ist vieles möglich. Der van Buyten macht ja auch kurz vor Schluss ein Tor als Abwehrspieler. Ich gehe davon aus, dass wir im Herren-Team das eine oder andere sehr positive Ergebnis bringen werden." Dopfer selbst soll erst einmal wieder im Europacup überzeugen. Er wird aber weitere Chancen bekommen, Weltcup-Punkte im Riesenslalom zu holen. Darauf warten die deutschen Alpinen schon seit Dezember 2006.

Die Weltelite, gegen die der noch pausierende US-Skistar Bode Miller frühestens Mitte November antritt, lieferte sich in 3000 Metern Höhe ein spannendes Finish. Für die Fans der Gastgeber gab es dabei wieder keinen Grund zur Freude vor 15 000 Zuschauern. Nach drei vierten Plätzen nacheinander in Sölden war Benjamin Raich diesmal als Fünfter der beste Österreicher. Letzter Sieger der Alpen- Republik war der zurückgetretene Hermann Maier im Jahr 2005.

Vorjahressieger Daniel Albrecht, der nach einem schweren Trainingssturz im künstlichen Tiefschlag gelegen hatte, meldete sich indes in einem Interview aus der Heimat zu Wort. "Es ist, als sei ich wieder ein Nachwuchsathlet. Natürlich weiß ich, was ich einmal erreicht habe. Aber diese Geschichte ist quasi abgeschlossen. Es ist, als ob ich einen zweiten Beruf erlerne und auch dort gut sein will", sagte der Kombinations-Weltmeister von 2007 in der "NZZ am Sonntag".

Christian Kunz/DPA
 
 
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