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Ahonen Bester der Qualifikation

Späth überzeugt bei Qualifikation erneut, Janne Ahonen war mit 129,5 m Bester der Qualifikation. Sven Hannwald verzichtet auf das dritte Springen und erntete Pfeifkonzert.

Mit einem gellenden Pfeifkonzert haben die Fans in Innsbruck den Verzicht von Sven Hannawald bei der Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee quittiert. Als der Stadionsprecher dessen erneute Nichtteilnahme bekannt gab, war der Hinterzartener bereits aus dem Stadion verschwunden. "Er soll seinen Weg gehen. Er will gegen die Besten springen. Jetzt muss er zeigen, was er drauf hat", sagte Bundestrainer Wolfgang Steiert. Als Letztplatzierter muss sich Hannawald am Sonntag im K.o.-Duell wie in Garmisch-Partenkirchen mit dem Finnen Janne Ahonen messen, der mit 129,5 m Bester der Qualifikation war.

Knoten bei Sven nicht geplatzt

Bei Hannawald geht das Rätselraten weiter. Dabei sollte gerade in Innsbruck nach zuletzt schwachen Leistungen der Knoten platzen. Doch auch am Bergisel gelang dem DSV-Adler im Training nicht die erhoffte Befreiung. "Ich möchte meine Kräfte sparen. Außerdem hatte ich nicht den Eindruck, dass ich in der Qualifikation meine Form wesentlich weiterentwickeln kann", begründete der 29-Jährige seine Entscheidung. Die stieß bei "Altmeister" Dieter Thoma auf ein wenig Unverständnis. "Auf der Flucht ist nicht immer das Beste in so einer Situation. Sven zieht sich zu sehr in sein Schneckenhaus zurück. Angriff ist die beste Verteidigung, aber er muss wissen, was er tut", meinte Thoma.

Hoffnungen ruhen wieder auf Späth/Uhrmann

Die deutschen Hoffnungen ruhen wieder einmal auf Georg Späth (Oberstdorf) und Michael Uhrmann (Rastbüchl). Die Zimmergenossen überzeugten mit Sprüngen auf 126 m beziehungsweise 123,5 m und meldeten beide den Anspruch auf einen Platz unter den ersten zehn an. "Ich denke nicht über meine gute Ausgangssituation nach und verspüre auch keinen Druck. Ich will einfach nur gut springen»", so Späth, der in der Gesamtwertung auf Platz 3 rangiert. "Georg hat mit einem mittelmäßigen Sprung gezeigt, was er drauf hat»", freute sich Steiert über seinen neuen Vorflieger.

Uhrmann hat Anlaufprobleme

Uhrmann selbst war die Weite egal, "Hauptsache das Gefühl für die Schanze ist wieder da", erklärte der 25-Jährige. Der Bayer hat nach wie vor Geschwindigkeitsprobleme, fährt der Konkurrenz im Anlauf hinterher. Auf Chefpräparierer Peter Lange wollte es der Gesamtvierte aber nicht schieben: "Peter tut mir leid. An ihm liegt es nicht, eher an meiner Anlaufposition."

Schmitt nur Mittelmaß

Erneut nur Mittelmaß bot Martin Schmitt (Furtwangen). "Ich war zu spät am Absprung. Die Weltspitze ist schon noch ein bisschen weit weg", war der 25-Jährige nach seinem Sprung auf 119,5 m unzufrieden. Ein wenig mehr hatte sich bestimmt auch Geburtstagskind Maximilian Mechler (20) erhofft, der im Sommer beim Grand-Prix an gleicher Stelle seinen ersten Sieg gefeiert hatte. Mit 119 m rangierte der Youngster diesmal nur im Mittelfeld.

Comeback für Hocke

Ein gutes Comeback in Innsbruck gelang Stephan Hocke. Der Oberhofer hatte sich Anfang September bei einem schweren Sturz auf der Bergisel-Schanze einen Haarriss im Brustwirbel zugezogen und musste sechs Wochen pausieren. Mit 114 m qualifizierte er sich diesmal sicher. "Den Sturz habe ich abgehakt. Ich bin ganz normal hochgegangen wie auf jede andere Schanze auch", sagte der Mannschafts-Olympiasieger. Sein Vereinskollege Jörg Ritzerfeld und Alexander Herr (Schonach-Rohrhardsberg) schieden dagegen aus

Susan Mühne und Eric Dobias/DPA

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