18. Juli 2008, 12:51 Uhr

Olympia-Aus für beinamputierten Sprinter

Der unterschenkelamputierte Oscar Pistorius wird nicht bei den Olympischen Spielen in Peking an den Start gehen. Bis zuletzt hatte sich der Südafrikaner, der mit Karbonprothesen läuft, Hoffnung auf die Nomierung für einen Staffelwettbewerb gemacht.

Oscar Pistorius hatte mit seinen Hightech-Prothesen stets für Aufsehen gesorgt. Bis zu Olympia haben sie ihn nicht getragen©

Die Hoffnungen des unterschenkelamputierten Leichtathleten Oscar Pistorius auf einen Start bei den Olympischen Spielen in Peking haben sich nicht erfüllt. Der 21-Jährige wurde nicht für das Olympia-Team Südafrikas nominiert. Pistorius hatte darauf spekuliert, noch für die 4 x 400-Meter-Staffel benannt zu werden. Beim Leichtathletik-Meeting in Luzern hatte er in 46,25 Sekunden die Peking-Norm über 400 Meter um sieben Zehntelsekunden verpasst, obwohl er seine persönliche Bestzeit um elf Hundertstelsekunden unterboten hatte.

Pistorius, dem schon mit 17 Monaten nach Geburtsschäden Teile beider Unterschenkel amputiert werden mussten, sprintet auf Hightech-Karbonprothesen. Nach einem zwischenzeitlichen Startverbot durch den Weltverband IAAF hatte er vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS sein formales Teilnahmerecht an den Leichtathletik-Meetings der Nichtbehinderten und auch bei Olympia erkämpft.

Einen Staffel-Start von Pistorius hatte die IAAF skeptisch gesehen. Seine Prothesen könnten ihn und seine Konkurrenten im zumeist turbulenten Geschehen bei den Wechseln gefährden, hatte die IAAF gemeint.

DPA
 
 
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