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Maria Scharapowa gesteht Doping

Die russische Tennisspielerin Maria Scharapowa ist während der Australian Open positiv auf Doping getestet worden. Das gab sie in Los Angeles bekannt.

Maria Scharapowa im April des vergangenen Jahres in Stuttgart

Maria Scharapowa im April des vergangenen Jahres in Stuttgart

Die russische Weltklasse-Spielerin Maria Scharapowa ist positiv auf Doping getestet worden. Während der Australian Open in diesem Jahr sei eine mittlerweile verbotene Substanz in ihrem Körper gefunden worden, sagte die 28 Jahre alte Tennisspielerin am Montag in Los Angeles. "Ich habe einen großen Fehler gemacht", räumte die Weltranglisten-Siebte ein.

Sie wisse noch nicht, welche Konsequenzen der Tennis-Weltverband ITF ziehe und könne nicht sagen, wann sie auf die WTA-Tour zurückkehre.


Doping-Substanz früher erlaubt

Von der Spielerinnenorganisationen WTA stand eine Reaktion zunächst aus. Das Medikament (Meldonium) mit der verbotenen Substanz nehme sie seit 2006, sagte Scharapowa. Jahrelang habe es nicht auf der Dopingliste gestanden. Inzwischen seien die Regeln aber geändert worden. Im Dezember habe sie ein Schreiben der Wada und der ITF bekommen, in dem auf die veränderten Doping-Regularien hingewiesen wurde. "Ich habe nicht auf die Liste geschaut", sagte Scharapowa.

Am Sonntag hatte die fünfmalige Grand-Slam-Turniersiegerin zu einer Pressekonferenz mit einer "wichtigen Ankündigung" eingeladen und damit für Spekulationen über einen Rücktritt gesorgt.

Scharapowa will Karriere nicht so beenden

"Ich will meine Karriere nicht so beenden. Ich hoffe, dass ich eine weitere Chance bekomme", sagte sie. Scharapowa gilt als die reichste Sportlerin der Welt und ist eine von nur zehn Spielerinnen, die jedes Grand-Slam-Turnier einmal gewonnen hat. Insgesamt kommt die in den USA lebende frühere Weltranglisten-Erste auf 35 Titel.

Ihre bislang letzte Partie spielte Scharapowa bei den Australian Open in Melbourne, als sie im Viertelfinale der Amerikanerin Serena Williams unterlag. Seit Ende Januar hat die Wahl-Amerikanerin kein Turnier mehr bestritten. Erst am vergangenen Donnerstag hatte sie ihre Teilnahme am Masters-Turnier in Indian Wells abgesagt, das an diesem Mittwoch beginnt.

Viele Verletzungen in ihrer Karriere

"Ich weiß, dass viele gedacht haben, dass ich mein Karriereende erkläre. Aber wenn ich irgendwann meinen Rücktritt bekanntgebe, wird es wahrscheinlich nicht in einem Hotel in der Innenstadt von Los Angeles sein mit diesem ziemlich hässlichen Teppich", sagte Scharapowa am Montag.

In den vergangenen Jahren musste die zweimalige French-Open-Siegerin immer wieder pausieren. 2008 zog sie sich eine Schulterverletzung zu, die sie neun Monate lang außer Gefecht setzte. 2013 musste sie die Saison ebenfalls wegen einer lädierten Schulter vorzeitig beenden.

tis/DPA
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