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6. Februar 2009, 09:54 Uhr
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Verband sperrt Schwimmstar Phelps

Die Wasserpfeifen-Affäre hat ein Nachspiel für den amerikanischen Schwimmstar Michael Phelps: Sein Verband hat ihn für drei Monate gesperrt. Doch es könnte für Phleps noch schlimmer kommen. Denn einer seiner großen Sponsoren ist bereits abgesprungen.

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Der US-Schwimmverband hat seinen Superstar Michael Phelps für drei Monate gesperrt© Martin Bureau/AFP

Der US-Schwimmverband hat den 14-fachen Olympiasieger Michael Phelps wegen der Wasserpfeifen-Affäre für drei Monate gesperrt. Wie der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag weiter berichtete, werde Phelps in dieser Zeit auch keine finanzielle Unterstützung erhalten. Phelps habe zwar keine Anti-Doping-Regel verletzt, jedoch habe der achtmalige Goldmedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele von Peking viele Menschen enttäuscht. Der Schwimmstar entschuldigte sich für "sein Fehlverhalten", einen möglichen Konsum von Marihuana hatte er bisher aber nicht eingeräumt.

Zuvor hatte Kellogg Co. mitgeteilt, der Vertrag mit Phelps werde nicht verlängert. Eine Sprecherin des Nahrungsmittelkonzerns sagte, das Verhalten passe nicht zum Image von Kellogg. Der Vertrag läuft Ende Februar aus. Das britische Boulevard-Blatt "News of the World" hatte ihn mit einer Wasserpfeife am Mund abgebildet. Ein Verlust seiner acht Goldmedaillen von Peking droht Phelps allerdings nicht. Insgesamt hat Phelps bisher bei olympischen Spielen 14 Mal Gold geholt und ist damit der erfolgreichste Athlet der olympischen Geschichte.

Im Dezember 2004 hatte ein US-Gericht Phelps zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er alkoholisiert am Steuer seines Wagens erwischt wurde. Die Sponsoren hatten damals seine Reue akzeptiert. Nach der neuerlichen unrühmlichen Episode muss er nun mit Millionen-Verlusten rechnen. Zwei Top-Sponsoren (Speedo, Omega) bekannten sich indes bereits zum weiteren Engagement mit ihm und werteten seine Erklärung als positives Zeichen.

DPA
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Politix (06.02.2009, 09:45 Uhr)
Amerikas dümmliche Moralapostel!
Dieses ganze rumgeiere und rumgehacke wegen angeblichem Drogenkonsum irgendwelcher Leute im öffentlichen Leben ist so etwas von an den Haaren herbeigezogen. Da regt man sich wegen angeblichem Fehlverhalten von Politikern (Blowjob im Oral-Office) auf oder irgendwelche deutsche Politiker, die mal an einem Joint gezogen haben, aber darauf Wert legen, dass sie nicht inhaliert haben wollen. Mein Gott, wie peinlich, dumm und unglaubwürdig ist das denn. Wenn mir einer einen Joint hinhält, dann lehne ich entweder ab, oder mache mit.
Wenn man nun Herrn Phelbs wegen einer solchen Lappalie Werbeverträge kündigt, dann hat Kellogg&Co sie nicht mehr alle. Kellogg&Co wäre gut beraten hier mit Mitgefühl zu reagieren anstatt mit übertriebener Strenge.
Kellogg&Co würde auch gut daran tun, seiner gesellschaftlichen Vorbildfunktion gerecht zu werden und Gnade und Vergebung walten zu lassen, anstatt heuchlerisch irgendwelchen ultra-konservativen Meinungen gerecht werden zu wollen.
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Das Signal, was Kellogg aussendet ist: Selbst wenn Du mega-spitzenmäßige Leistung ablieferst und der Beste der Welt bist., hast Du Dich den Regeln zu unterwerfen, die Menschen mit absoluter Mittelmäßigkeit veranlasst haben! (Ironie an: Das nenn ich mal eine Super-Motivation! Ironie aus!)
Kinder nehmen nicht deshalb Drogen, weil ihnen die Erwachsenen das vormachen, sondern, weil Ihnen nicht beigebracht wurde, wie man damit richtig und gesellschaftsfähig umgehen kann, sondern, weil man ihnen nicht beigebracht hat, wie man mit Problemen und Herausforderungen, die das Leben nun mal mit sich bringt, richtig umgeht!
mortima (06.02.2009, 09:40 Uhr)
Amerika Amerika
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat tatsächlich ein toller Doppelmoral. Und wie hier auch schon gepostet wurde, Alkohol ist auch eine Droge, die sogar in der Regelmäßigkeit seiner Einnahme gefährlicher ist. Unsere Sportler haben ebenfalls Fehltritte und werden dann auch vom Gesetzgeber bestraft aber warum soll der Mann gesperrt werden? Amerika Amerika, eurer Ex-Präsident war mal ein Trinker und ihr habt ihn auch zweimal zum Präsidenten gemacht.
bR4iNST0RM (06.02.2009, 09:30 Uhr)
Armer Phelps!
Absolut unangebracht! Im US-Schwimmverband sind sicher auch ein paar Kiffer oder schlimmeres unterwegs! Armselige und scheinheilige Entscheidung!
Dialogus (06.02.2009, 08:15 Uhr)
@michianso
Amen, besonders der letzte Satz! Diese Scheinheiligkeit und Doppelmoral vieler Leute ist einfach nur zum Kotzen. Genauso könnte man argumentieren, dass wenn ein Athlet Alkohol in der Öffentlichkeit, er auch gesperrt wird...ist ja schliesslich auch eine Droge, mit dem Unterschied, dass wir sie gutheissen. Und ja, ich trinke Alkohol...Hol mich der Teufel.
michianso (06.02.2009, 08:08 Uhr)
Unverständlich
Trotzdem ich sein Verhalten natürlich nicht gutheisse, ist mir unverständlich, weshalb sich nun alle Welt von Phelps distanziert. Selbstverständlich sollte er als Person der Öffentlichkeit eine Vorbildfunktion einnehmen. Sein Verhalten ist in dem Sinne aber schliesslich dennoch nur menschlich, er hat nichts anderes gemacht, was Hundertausende vor ihm nicht auch schon getan hätten. (Clinton und Levinski war übrigens auch nicht anders, lakonisch gesagt kann das schliesslich jedem mal passieren.)
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Ausserdem: Ich möchte nicht wissen, wieviele von den sauberen Funktionären und Managern um ihn herum nicht schon an Koks-Parties oder schlimmeren Veranstaltungen teilgenommen haben ...
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