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25. August 2010, 10:45 Uhr

Nowitzki fordert mehr Chancen für den Nachwuchs

Bei der WM in der Türkei hat er sich eine Auszeit genommen, doch den deutschen Basketball beobachtet NBA-Superstar Dirk Nowitzki weiter ganz genau. Und sein Urteil fällt nicht nur positiv aus. Talente bekommen in Deutschland zu wenig Chancen, moniert Nowitzki im stern-Interview.

Basketball, Dirk Nowitzki, NBA, Talentförderung

Basketball-Idol: Dirk Nowitzki mit der Trophäe, die er im Juli vom IOC für seine Vorbildwirkung erhielt© Jens Kalaene/DPA

Kurz vor Beginn der Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei übt Superstar Dirk Nowitzki Kritik an der Nachwuchsarbeit in Deutschland. In der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern sagt Nowitzki: "Talent ist genügend vorhanden, bloß bekommen Nachwuchsspieler in der Bundesliga zu wenig Einsatzzeit. Viele Trainer haben nur den kurzfristigen Erfolg im Blick: Sie kaufen für kleines Geld erfahrene Spieler aus dem Ausland ein - die sind oft nur mittelmäßig, haben aber keine Flausen im Kopf."

Der 32 Jahre alte Profi der Dallas Mavericks, der bei der WM (28. August bis 12. September) pausiert, sagt weiter: "Jungen Leuten eine Chance zu geben, bedeutet immer ein Risiko. Sie machen Fehler, so wie auch ich früher Fehler gemacht habe beim DJK Würzburg. Mein Glück war: Ich durfte etwas probieren, etwas wagen. Meine Trainer hatten ein großes Herz."

Mit Blick auf die NBA, wo sich bei den Miami Heat ein neues Dreamteam formiert hat, zeigt sich Nowitzki gelassen. Er fürchte die Konkurrenz von LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh nicht, sagt Nowitzki im stern: "Miami ist im Moment das, was Real Madrid im Fußball war, als dort noch Zidane, Ronaldo, Figo und Beckham spielten. Sie waren die Galaktischen, große Egos mit großen Namen. Aber das Beispiel Madrid hat ja gezeigt, dass eine Mannschaft nicht nur aus Häuptlingen bestehen kann. Es muss auch Leute für die Drecksarbeit geben. Über Teamgeist kann man im Basketball viel machen; dort gewinnt nicht zwangsläufig die talentiertere Mannschaft - sondern die mit der größten Harmonie und dem größten Hunger."

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Lesen Sie das ... ... gesamte Interview im neuen stern

 
 
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