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1. FC Köln holt ersten Punkt: 0:0 bei Hannover 96

Hannover - Der 1. FC Köln hat seinen ersten Punkt in der Bundesliga-Saison geholt. Der Europa-League-Starter kam am Sonntag beim starken Aufsteiger Hannover 96 zu einem 0:0 und verhinderte eine historische Marke.

Zweikampf

Hannovers Kenan Karaman (M) und Matthias Ostrzolek vom 1. FC Köln kämpfen um den Ball. Foto: Peter Steffen

Der 1. FC Köln hat seinen ersten Punkt in der Bundesliga-Saison geholt. Der Europa-League-Starter kam am Sonntag beim starken Aufsteiger 96 zu einem 0:0 und verhinderte eine historische Marke.

Bei zuvor fünf Niederlagen am Stück wären die Kölner im Fall einer weiteren Pleite das Team mit dem schlechtesten Saisonstart in der Geschichte der Fußball-Bundesliga gewesen. Die Kölner bliebt trotz des Remis nach sechs Spieltagen . Hannover ist weiter ungeschlagen und mit zwölf Punkten auf Rang vier.

Die überraschend stark in die Saison gestarteten Hannoveraner verpassten den vierten Saisonsieg und den Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Das Team von Trainer war vor der Pause drückend überlegen, erst in der zweiten Hälfte spielten auch die Gäste mit und kamen zu guten Gelegenheiten. 96 blieb aber im saisonübergreifend achten Heimspiel am Stück ohne Gegentor.

Die unter Breitenreiter noch ungeschlagenen Niedersachsen begannen dominant und hätten die Partie früh entscheiden können. Ohne den verletzten brasilianischen Neuzugang Jonathas im Sturm war 96 aber zu großzügig. Der frühere Düsseldorfer Ihlas Bebou in seinem ersten Spiel von Beginn an (6. Minute) und Niclas Füllkrug (12.) vergaben früh hundertprozentige Chancen. Ohne den verletzten Nationalspieler Jonas Hector bekam die Kölner Abwehr immer wieder arge Probleme. Salif Sané köpfte nach einer halben Stunde nur an die Latte.

Einmal mehr wurde die gute Leistung Hannovers vom eigenen Anhang konterkariert. Trotz des starken 96-Spiels schwieg der Großteil der hannoverschen Fans. Aus Protest gegen die Politik von Clubchef Martin Kind und dessen geplante Übernahme der Anteilsmehrheit an der Profigesellschaft gilt weiterhin der Stimmungsboykott der Ultras, der trotz zunehmender Kritik von Breitenreiter und Sportchef Horst Heldt gerade erst verlängert worden war.

Trotz der anfangs klaren Unterlegenheit seines Teams demonstrierte der laut FC-Führung nicht gefährdete Kölner Coach Stöger all jene Gelassenheit, mit der die Rheinländer die Krise meistern wollen. Während sein Kollege Breitenreiter nahezu die gesamte Zeit direkt am Spielfeldrand entlang lief und coachte, saß Stöger lange ruhig auf seiner Bank und verzichtete zur Pause auf Wechsel.

Dies wurde mit einer deutlichen Leistungssteigerung belohnt. Im zweiten Durchgang gelang auch den Kölnern die ein oder andere Offensivaktion. Die beste Möglichkeit vergab Yuya Osako, der nach einer guten Stunde an einer hervorragenden Reaktion von Hannovers Keeper Philipp Tschauner scheiterte. Hannover blieb insgesamt aber spielbestimmend und hatte zahlreiche weitere Chancen. Dennoch fiel bis zum Ende kein Tor mehr.

dpa

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