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So funktioniert das Schnell-Lesen

Gewöhnlich liest ein Mensch 200 Wörter pro Minute - ob er dabei alles versteht, ist fraglich. Mit einfachen Techniken jedoch kann man die Lesegeschwindigkeit leicht steigern - und das Textverständnis deutlich verbessern.

"Improved Reading" heißt zum Beispiel das Verfahren, auf das sich "Lese-Trainer" Wolfgang Schmitz spezialisiert hat. Zusammen mit dem Experten erklärte Günther Jauch, wie man diese Techniken trainieren kann.

Außerdem im Live-Test: Prof. Hellmuth Karasek. Wie schnell kann eigentlich Literatur-Experte ein ihm unbekanntes Buch aufnehmen? Bei einer vorgegebenen Lesegeschwindigkeit von 400 Wörtern pro Minute musste Karasek passen: Er konnte Fragen zum gerade gelesenen Inhalt nicht mehr korrekt beantworten. Möglicherweise lag es auch am "schwierigen" Stoff: Der Text handelte über Katzenpsychologie. Zu diesen Tieren hätte er nicht so einen guten Zugang, meinte Karasek.

Und wie schnell können Sie lesen? Machen Sie den stern TV-Lesetest und finden auf der Stelle heraus, ob Sie zu den Turbo-Lesern gehören.

1. Wie hoch ist die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit?

Der durchschnittliche Leser bewältigt etwa 200 - 300 Wörter pro Minute. Schnellleser, die eine spezielle Lesetechnik erlernt haben, schaffen das zwei- oder gar dreifache dieser Menge.

2. Was ist das Prinzip von Schnelllese-Techniken?

Statt Wort für Wort zu lesen, erkennt der Schnellleser ganze Wortgruppen, deren Sinngehalt er aus der Erfahrung kennt. So kann er Zeilen wesentlich schneller abhaken, ohne dass ihm inhaltliche Informationen entgehen.

3. Warum lesen die meisten Menschen so langsam?

Oft wird ein Text Wort für Wort gelesen, um das Verständnis zu garantieren - dabei wird das Gehirn jedoch nur zu einem kleinen Teil ausgelastet. Die Folge: Sinkende Konzentration. Als Folge dessen werden wiederum ganze Sätze oder Passagen wiederholt. Zeit raubend ist auch das innere Mitsprechen einzelner Wörter. Hinzu kommen Fehler wie eine falsche Beleuchtung oder eine ungünstige Körperhaltung: Der Kopf sollte beim Lesen nicht gebeugt sein - ideal ist ein Text auf Augenhöhe oder leicht darunter.

4. Wie lässt sich Schnelllesen üben?

Statt Wort für Wort zu lesen, sollte der Leser versuchen, zusammen hängende Satzteile als solche (wieder) zu erkennen. Hilfreich ist auch ein Lineal oder ein Stift, mit dem man den Zeilen folgt: Das erleichtert den Zeilenwechsel und unterstützt die Konzentration. Wichtig ist zudem eine Körperhaltung, bei der der Kopf nicht vornüber gebeugt ist, da dies die Ermüdung fördert. Ein Buch sollte also nicht flach auf einem Tisch liegen, sondern angewinkelt zum natürlichen Sichtfeld hin.

5. Leidet das Textverständnis unter dem schnellen Lesen?

Nein. Wird die Technik richtig angewandt, verinnerlichen die meisten Schnellleser sogar mehr Text-Details als konventionelle Leser. Das haben Tests bestätigt: Liegt das durchschnittliche Leseverständnis bei etwa 55 Prozent, steigt es bei versierten Schnelllesern auf bis zu 90 Prozent.

6. Werden die Schnelllese-Techniken von Wissenschaftlern empfohlen?

Ja. Immer mehr Hochschullehrer empfehlen ihren Studierenden, Schnelllese-Techniken zu erlernen. Auch Personalchefs erkennen zunehmend das Potenzial an Zeitersparnis und schicken Angestellte zu "Lese-Fortbildungen".

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