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So viel müssen Radfahrer für Vergehen bezahlen

Radwege falsch befahren, Ampelsignale missachten, freihändig fahren - das kann teuer werden. Das Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss ist stellt sogar eine Straftat dar. Wie viel Sie in welchen Fällen zahlen müssen, sehen Sie hier.

Verwarn- und Bußgelder seit dem 1. Mai 2014 in der Übersicht:

Tatbestand

Verwarn-geld 

Mit Behinderung anderer       Mit Gefährdung andererBei Unfall oder Sachbeschädigung
Nichtbenutzen eines Radweges (blaues Schild)20 Euro25 Euro30 Euro35 Euro
Radweg in falscher Richtung befahren20 Euro25 Euro30 Euro35 Euro
Nichtbenutzen einer Schutzstreifen-markierung (Rechtsfahrgebot)15 Euro20 Euro25 Euro30 Euro
Fahren ohne Licht trotz schlechter Sichtverhältnisse20 Euro---25 Euro35 Euro
Licht kaputt oder am Fahrrad gar keine Beleuchtung vorhanden20 Euro---25 Euro35 Euro
Benutzen der Straße in der falschen Richtung (z. B. Einbahnstr.)20 Euro25 Euro30 Euro35 Euro
Fahren auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone15 Euro20 Euro25 Euro30 Euro
Fahrrad ohne funktionierende Bremsen oder Klingel15 Euro------
Nebeneinander fahren und dadurch andere behindern--20 Euro25 Euro30 Euro
Freihändig fahren5 Euro------
Ein Kind auf dem Rad mitnehmen ohne vorgeschriebene Sicherheitsvorrichtungen5 Euro------
Fehler beim direkten oder indirekten Linksabbiegen15 Euro20 Euro25 Euro30 Euro
Fahrrad nicht verkehrssicher und dadurch verkehrsgefährdend80 Euro------
Zeichen von Polizisten nicht beachtet25 Euro------
Benutzen von Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung25 Euro------
Fahren über eine rote Ampel 60 Euro--100 Euro120 Euro
Am Zebrastreifen/Überweg für Fußgänger nicht angehalten40 Euro------
Musik / Kopfhörer zu laut10 Euro------

HINWEIS:
Die Liste ist nicht vollständig, sondern enthält die relevantesten Situationen und Tatbestände.

Weitere Hinweise des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (adfc):

  • Zum schriftlichen Bußgeldbescheid (in der Regel ab 40 Euro) kommen Gebühren und Zustellungskosten von 23,50 Euro hinzu.
  • Außerdem wird ab 40 Euro Bußgeld mindestens ein Punkt im Kraftfahrt-Zentralregister in Flensburg eingetragen.
  • Das Radfahren im betrunkenen Zustand ist keine Ordnungswidrigkeit aus dem Bußgeldkatalog, sondern eine Straftat: Wegen absoluter Fahrunsicherheit – ab 1,6 Promille – oder geringerer Alkoholisierung in Verbindung mit Ausfallerscheinungen (Fahrfehler, Unfall) kann der Radler vor Gericht angeklagt werden. Bei Radfahren mit 1,6 Promille oder mehr wird die Straßenverkehrsbehörde außerdem eine medizinisch-psychologische Untersuchung verlangen und je nach Ergebnis die Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge entziehen oder sogar ein Radfahrverbot anordnen.

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