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Konsequenzen für den Merklinger Schweinequäler

Verletzte und kranke Schweine, eingequetschte Tiere und nicht entsorgte Kadaver: Was Tierschützer Mülln in dem Mastbetrieb in Merklingen vorfand, übertraf für ihn alles. Hinter seinen Türen führte der angeblich dem Tierwohl verpflichtete Landwirt einen Qualbetrieb. Nun folgen die Konsequenzen.

Die groben Tierschutzverletzungen in einem Schweinemastbetrieb in Merklingen machten im Oktober Schlagzeilen, nachdem stern TV darüber berichtet hatte. Nun können Verbraucher aufatmen: Die zuständigen Behörden haben reagiert – und dem verantwortlichen Landwirt ein dauerhaftes Verbot für die Haltung und Betreuung von Schweinen ausgesprochen. In einer Pressemitteilung des Landratsamtes heißt es: Unter Aufsicht der Veterinärbehörde wird der Schweinebestand aufgelöst und die gesunden Tiere der Schlachtung zugeführt.

Den Skandal aufgedeckt hatte Tierschützer Friedrich Mülln von der Soko Tierschutz, der auf dem Hof mit versteckter Kamera gedreht und die entsetzlichen Zustände über stern TV an die Öffentlichkeit gebracht hatte: "Ich mache das seit 23 Jahren, ich habe hunderte Schweineställe gesehen. Auch in China oder Ungarn. Aber so etwas wie hier in Merklingen habe ich noch nie erlebt", sagte er. Auf den Aufnahmen waren abgemagerte Tiere mit offenen Wunden zu sehen, die Ohren angefressen, die Gelenke geschwollen, im Stall war viel zu wenig Platz, dazwischen tote Tiere, die nicht entsorgt wurden. "So grobe Tierschutzverstöße in einem so widerlichen Ausmaß habe ich noch nie gesehen", kommentierte auch die Gutachterin für Tierschutz Diana Plange die Bilder Müllns. Dem Landwirt müsse sofort die Betriebserlaubnis entzogen werden, so Plange. Auch viele Zuschauer forderten in den über 5.000 Kommentaren hier auf der Website und auf Facebook die Schließung des Hofs. 



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