HOME

Hier finden Sie Informationen und Hilfe

In Deutschland nehmen sich jedes Jahr zu viele Menschen das Leben. Eine ausführliche Linkliste mit Informationsstellen, wie und wo sich Suizid vermeiden und verarbeiten lässt, finden Sie hier.

Niedergeschlagenheit und Antrieblosigkeit sind weit verbreitet in unserer Gesellschaft. Manchmal haben Menschen aber so große Schwierigkeiten mit dem Leben oder sind psychisch erkrankt, dass sie es als sinn- oder hoffnungslos empfinden. Oft leiden sie unter Depressionen. Viele Betroffene denken dann verstärkt über den Tod nach und hegen Selbstmordgedanken.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Suizid in der Altersgruppe der 15- bis 44-Jährigen inzwischen eine der drei häufigsten Todesursachen, bei den 10- bis 24-Jährigen sogar die zweithäufigste.

 Suizid vorbeugen

80 Prozent der Suizid-Gefährdeten kündigen ihre Absichten vorher an, entweder direkt oder indirekt. Daher sollten Angehörige und Freunde von Menschen, die in dieser Hinsicht große Probleme haben, stets aufmerksam sein und darauf achten, ob sie sich auffällig verhalten. Viele Betroffene fallen in akuten Phasen eher "unangenehm" auf, als dass sie traurig oder verzweifelt wirken. Auf dieser Internetseite finden Sie eine Liste mit Anhaltspunkten, die auf eine Suizidgefährdung hindeuten können.

Nachfragen, was los ist

In solchen Fällen sollen Freunde und Angehörige ruhig direkt aber sensibel nachfragen, was los ist, raten Experten. Etwa mit "Hast Du manchmal das Gefühl, alles hinschmeißen zu wollen?" Sie sollten klar machen, dass sie sich für die Gedanken interessieren und darauf aufmerksam machen, dass es Hilfe gibt.

Suizid verarbeiten

Nehmen sich nahestehende Menschen schlussendlich das Leben, erleiden viele Angehörige ein Trauma. Insbesondere, wenn sie den Toten entdecken. Wer dann keine Möglichkeit hat, die Erlebnisse zu verarbeiten, kann massive psychischen Probleme bekommen – vielfach als "Posttraumatische Belastungsstörung" beschrieben: Betroffene erleben das traumatische Erlebnis immer wieder, etwa in Träumen oder Flashbacks. Typische Beschwerden sind Nervosität, Unruhe, Konzentrationsstörungen, erhöhte Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit und Schlafstörungen.

Wer so etwas erlebt hat, braucht professionelle Hilfe. Wenn Sie betroffen sind, kann Ihnen diese Übersicht bei einer Selbsteinschätzung helfen.

Weitere Informationen und Hilfe finden Sie hier:

Rund um die Uhr sind die ausgebildeten Helfer der Telefonseelsorge

erreichbar. Die Nummer 0800 / 111 0 111 können Sie in Deutschland kostenfrei vom Handy und Festnetz anrufen (Österreich 142, Schweiz 143). Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören zu, nehmen Anteil und verweisen bei Bedarf an andere Einrichtungen.

Speziell an Kinder und Jugendliche richtet sich die kostenlose Telefonhilfe 0800 / 111 0 333 (Mo bis Fr von 14 - 20 Uhr, Sa von 14 - 20 Uhr).

In den meisten Städten und Gemeinden gibt es Sozialpsychiatrische Dienste, die Menschen in psychischen Krisen und bei psychiatrischer Erkrankung Beratung bieten und weitere Hilfen vermitteln. Meist sind sie bei den Gesundheitsämtern angesiedelt. Adresse und Telefonnummer des nächsten Dienstes erhalten Sie über die Gemeindeämter oder indem Sie "Sozialpsychiatrischer Dienst" und Ihre Stadt in eine Suchmaschine eingeben.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe setzt sich für die Verbesserung der Situation depressiv erkrankter Menschen ein. Auf der Internetseite www.deutsche-depressionshilfe.de finden Betroffene viele Informationen rund um das Thema, zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Ein Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit anderen Betroffenen oder für Angehörige untereinander bietet das Diskussionsforum der Deutschen Depressionshilfe.

Auf der Internetseite der Deutschen Depressionsliga www.depressionsliga.de gibt es aktuelle Nachrichten sowie Termine und Veranstaltungen rund um das Thema Depression.

Neben den niedergelassenen Ärzten sind auch Depressionsstationen wichtige Anlaufstellen für Betroffene. Sie bieten spezialisierte Hilfsangebote. Diese Liste gibt Ihnen geordnet nach Postleitzahlen einen Überblick über die entsprechenden Kliniken in ganz Deutschland.

Der Psychotherapie-Informations-Dienst hilft bei der Suche nach Psychotherapeuten in ganz Deutschland. Mehr Informationen gibt es unter www.psychotherapiesuche.de.


Für Angehörige und Freunde

Der Bundesarbeitskreis der Angehörigen psychisch Kranker (BApK)

bietet gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse eine Telefon- und E-Mail-Beratung (Mo bis Do von 10 - 12 Uhr und 14 - 20 Uhr, Fr von 10 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr):
Telefon: 0228 / 7100 2424
E-Mail: seelefon@psychiatrie.de.

Zudem finden Sie auf der Internetseite des Arbeitskreises umfangreiche Informationen für Angehörige.

Die Telefonseelsorge bietet auch Angehörigen ein offenes Ohr. Sie ist rund um die Uhr anonym und kostenlos unter 0800 / 1110 111 und 0800 / 1110 222 erreichbar.

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention hat unter www.suizidprophylaxe.de eine Liste von Einrichtungen zur Suizidprävention zusammengestellt.

Außerdem gibt es hier eine Liste von Anlaufstellen für Hinterbliebene nach Suizid in Deutschland, in Österreich und der Schweiz.

Nach traumatisierenden Ereignissen

Auf der Internetseite der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie

können Sie Therapeuten finden, die eine entsprechende Ausbildung in Psychotraumatologie haben.

In der Spezialambulanz für Traumafolgestörungen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf werden Personen behandelt, die an den Folgen traumatischer Erfahrungen leiden:

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Geb. W37, Neubau EG)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
20246 Hamburg
Tel: 040 / 7410 53210

Die Helios Klinik Diez ist eine Vorsorge- und Rehabilitationsklinik für Mutter, Vater und Kind. In der Fachklinik für Psychotraumatologie können Familien gemeinsam oder Einzelpersonen traumatische Erlebnisse aufarbeiten:

Helios Klinik Diez
Felkestraße 37
65582 Diez
Telefon: 06432 / 936-0
Internet: www.helios-kliniken.de/diez


Partner-Tools