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Digitale Bewertung: Wie schön bin ich?

Computeranalyse der eigenen Schönheit – das versprechen immer mehr Apps und Tools und boomen im Netz. Bin ich "Gottgleich" oder nur "Hmm..."? Wie ernst kann man computergesteuerte Beauty-Checks nehmen? stern TV hat es auf eigenwillige Art getestet.


Habe ich Falten um die Augen?
Sind diese Grübchen hübsch?
Wie alt schätzen mich wohl andere?
Und überhaupt: Bin ich eigentlich attraktiv?

Wer sich diese Fragen vor dem Spiegel stellt, bekommt nun digitale Antworten: Die komplexe Software hinter einer Internetseite analysiert anhand eines hochgeladenen Fotos die Gesichtsmerkmale – und nach kurzer, banger Wartezeit erhält man oder frau das Ergebnis. Der Algorithmus spuckt auch eine Einschätzung des Alters aus und zeigt auf einer Skala an, wie attraktiv man eigentlich ist. Die Beauty-Skala reicht von „Hmm“, über "Okay", "Nice" und "Hot" bis hin zu "Stunning“, also atemberaubend. Und "Godlike“ ist für die Götter und Göttinnen unter uns.

Programm lernt selbständig

Hinter der spaßigen Anwendung steckt ernsthafte Wissenschaft. stern TV besuchte den Entwickler Rasmus Rothe an der renommierten Technischen Hochschule in Zürich. Er programmierte den Beauty-Check im Rahmen seiner Doktorarbeit. Ihm scheint es beinahe unglaublich, dass mittlerweile über 20 Millionen Fotos auf der Website hochgeladen wurden. "Eigentlich haben wir es erstmal nur unter Freunden auf Facebook geteilt. Und nach 30 Minuten hatten wir schon 3000 Leute gleichzeitig auf der Website", so Rothe. "In den ersten 12 Stunden waren es schon über eine Million Nutzer – aus über 200 Ländern! Das haben wir natürlich überhaupt nicht erwartet."

Rasmus Rothe, der Doktorvater Prof. Luc van den Gool und sein Team sind Spezialisten in der computergestützten Interpretation von Bildern. Ihrer Einschätzung nach sollen Rechner zukünftig sogar Krankheiten nur anhand eines Gesichts erkennen können. Um dem Computer beizubringen, wie er Attraktivität von Menschen erkennt, arbeitete Rasmus Rothe zunächst mit einer Schweizer Dating-Plattform zusammen, von der er 120.000 Fotos von Freiwillen bekam. All diese Bilder waren zuvor von Usern millionenfach bewertet worden, so dass Rothe den Computer mit diesen Daten füttern – und ihn anschließend trainieren konnte.  "Daran hat der Computer selbstständig gelernt, was Attraktivität bedeutet und auf welche Merkmale im Gesicht er eigentlich achten muss", erklärt der 26-jährige Züricher.

Anders als ein Mensch analysiert das Programm jedes einzelne Pixel eines Fotos und ermittelt dann Alter, Geschlecht – und die und Attraktivität.

Ob das Schönheitsideal des Computers aber auch mit dem der Menschen überein stimmt? stern TV hat den Test gemacht.


Quick-Check: Wie heiß sind die bisherigen Bachelor-Kandidaten?
  Der erste Bachelor aus dem Jahr 2003 Marcel Maderitsch (auf dem Foto 29 Jahre alt). Wie heiß ist dieser Typ? stern TV ließt ihn durch den Online-Check bewerten...

Der erste Bachelor aus dem Jahr 2003 Marcel Maderitsch (auf dem Foto 29 Jahre alt). Wie heiß ist dieser Typ? stern TV ließt ihn durch den Online-Check bewerten...


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