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Was kann ich persönlich tun?

Unzählige Deutsche engagieren sich bereits beispielhaft für die Flüchtlinge, versuchen zu helfen, wo es geht. Wenn auch Sie sich beteiligen möchten – hier ist ein Überblick über die Möglichkeiten.

Wenn Sie wirklich helfen möchten, ist es wichtig, aktiv zu werden. Der beste Rat ist also: sich eine örtliche Initiative suchen, anrufen, hingehen. Wenn Sie mit den Tätigen sprechen, können Sie erfahren und für sich persönlich prüfen, was Sie tun können. Und erst dann wird wird aus einem Vorhaben aktive Hilfe.

Mithelfen

Der erste Schritt ist: hingehen, sich mit Leuten vor Ort unterhalten! Erkundigen Sie sich, wo in Ihrer Nähe bereits Initiativen, Flüchtlingsorganisationen oder örtliche Treffpunkte aktiv sind.

Auf der Übersichtskarte der Organisation Pro Asyl finden Sie viele lokale Initiativen und die entsprechenden Kontaktdaten. Einfach reinklicken und anrufen oder hingehen.

Darüber hinaus hat Pro Asyl eine kostenlose Broschüre erstellt: "Wie man sich für Flüchtlinge engagieren kann" (PDF)

Informationen zu lokalen Initiativen und Projekten finden Sie auch bei den zuständigen Flüchtlingsräten auf Landesebene (Landesflüchtlingsräte). Hier ist eine Übersicht der einzelnen Bundesländer.

Das Informationsportal über Hilfsprojekte für Flüchtlinge in Deutschland (mit Unterstützung von Hans Sarpei) beantwortet in einer FAQ viele Fragen zu konkreten Hilfsmöglichkeiten, eine Deutschlandkarte mit lokalen Initiativen und einer Übersicht über aktive Projekte.

TIPP: Ob Facebook-Gruppe, Stadtteiltreff, kirchliche Einrichtung oder Nachbarschaftsinitiative – per Internetsuche werden Sie schnell fündig, wenn Sie als Suchbegriffe Flüchtlinge, den jeweilige Wohnort/Stadtteil und beispielsweise Willkommenskultur, Sachspenden oder private Hilfe eingeben.

Begleiten

In vielen deutschen Städten wurden so genannte Mentorenprogramme gestartet, in denen Deutsche mit Flüchtlingen zusammengebracht werden, um sie im Alltag zu begleiten: Behördengänge, Musikunterricht, Kulturveranstaltungen, Spaziergänge durch die Stadt… Die Möglichkeiten, den Kindern und Erwachsenen zu helfen, sind vielfältig. Eine Übersicht über die lokalen Mentorenprogramme finden Sie unter anderem über die Seiten der Landesflüchtlingsräte.

TIPP für die Suche im Internet: Schlagworte Mentor*+Flüchtling*+Stadt

Privaten Wohnraum bieten

Der Weg, einen Flüchtling in den privaten vier Wänden aufzunehmen, ist (bisher) nicht ganz einfach, die Regelungen je nach Land und Kommune unterschiedlich. Allgemein gilt:

  • Asylsuchende müssen während des Registrierungsverfahrens in der Erstaufnahmeeinrichtung bleiben und dürfen (in der Regel) erst nach einem erfolgreich gestellten Asylantrag  aus der Sammelunterkunft ausziehen.
  • Wenn Sie einen geflüchteten Menschen bei sich aufnehmen möchten, braucht der- oder diejenige die offizielle Erlaubnis, an Ihrem Wohnort wohnen zu dürfen und privat unterzukommen.
  • Sofern Sie den Wohnraum nicht kostenlos anbieten können, muss die Finanzierung mit dem örtlichen Sozialamt geklärt werden. In der Regel übernimmt es die Miete und Heizkosten bis zu einer bestimmten Höhe.

Melden Sie sich zunächst bei der Kommune/das Sozialamt oder wenden Sie sich an örtliche Hilfsorganisationen (z.B. Caritas, Diakonie oder Kirchen), die Ihnen bei den weiteren Schritten behilflich sein können. Wer ein unbegleitetes Kind oder minderjährige Flüchtlinge bei sich aufnehmen möchte, kann sich auch an das örtliche Jugendamt oder an den Bundesfachverband Unbegleitetete Minderjährige Flüchtlinge e.V. wenden.

Das Projekt Ankommen (Dortmund) will durch ehrenamtliche Mitarbeit geflüchteten Menschen beim Auszug aus der Flüchtlingsunterkunft und beim Zurechtfinden in der neuen Stadt helfen. Auch Veranstaltungen im Bereich Freizeit, Sport und Kultur gehören dazu. (Auch auf Facebook)

HINWEIS: Auch in anderen Regionen haben sich entsprechende Projekte gegründet, u.a. im Saarland

Die Initiative Flüchtlinge Willkommen hilft dabei, deutschlandweit geflüchtete Menschen (über 18 Jahre)  in privaten Wohnungen oder WG-Zimmern unterzubringen. Wer Platz für einen oder gar mehrere Mitbewohner hat, kann sich dort melden und wird bei dem Vorhaben über offiziell Zuständige vor Ort unterstützt. Kosten sollen dadurch nicht entstehen. Auch wird ein vorheriges Kennenlernen arrangiert, nach dem man sich noch entscheiden kann. Zurzeit sind die Anfragen dort enorm, dadurch kommt es zu Wartezeiten. (Auch auf Facebook)

Ein ausführliches Informationspapier "Flüchtlinge privat aufnehmen – wie geht das?" (PDF) hat ebenfalls die Organisation Pro Asyl zusammengestellt.

Sachspenden

Informieren Sie sich vorab bei den lokalen Annahmestellen, was derzeit gebraucht wird. Zahlreiche Kleiderkammern sind schon völlig überfüllt, die Helfer kommen mit dem Sortieren kaum noch nach. Auch dafür können Sie natürlich Ihre Hilfe anbieten.

Welcher Bedarf besteht? 

Allgemein besteht vielerorts noch Bedarf an Hygieneartikeln (neu), Decken, Kinderspielzeug für draußen (Fahrräder, Roller etc.), Regenschirme, Kinderwagen und Baby-Bedarf (Flaschenwärmer etc.), Schreibmaterial. Bitte fragen Sie zunächst bei den lokalen Einrichtungen nach, bevor Sie etwas bringen oder abladen.

Wichtig: Die gut erhaltenen und vor allem sauberen Sachen vorsortieren und in gut händelbare Kartons verpacken, deren Beschriftung eindeutig ist. Etwa: Winterkleidung, Größe 152, oder: Babybedarf desinfiziert.

Geldspenden

Aktion Deutschland Hilft und Bündnis Entwicklung Hilft engagieren sich insbesondere auch für Flüchtlinge hier in Deutschland mit folgendem Spendenkonto:

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spendenstichwort: Hilfe für Flüchtlinge
Online-Spenden

Die UNO-Flüchtlingshilfe weist auf ihrer Website darauf hin, wie jeder eine eigene Spendenaktion starten und damit mehr Spenden sammeln kann. Gelistet sind dort auch erfolgreiche Beispiele.

Und natürlich können Sie auch Initiativen bei Ihnen vor der Haustür mit Spenden unterstützen (s.o.).

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