Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Wie Lea Block ihrem Schicksal trotzt

Im August 2003 kam Lea Block als siamesischer Zwilling auf die Welt. Gut ein Jahr nach der Geburt wurden die Mädchen in einer komplizierten Operation getrennt. Lea überlebte den Eingriff. Seitdem entwickelt sie sich unter diesen Umständen richtig gut.

  Im August 2003 kam Lea Block als siamesischer Zwilling auf die Welt. Das Schicksal der Kleinen bewegt die Zuschauer noch immer. 

Im August 2003 kam Lea Block als siamesischer Zwilling auf die Welt. Das Schicksal der Kleinen bewegt die Zuschauer noch immer. 


Aus der kleinen Lea, dem siamesischen Zwillingsmädchen aus den Nachrichten von damals, ist inzwischen ein fröhliches Mädchen geworden. Die 12-Jährige ist mit ihren 1,65 Metern schon fast so groß wie ihre Mutter Nelly.
Lea ist gerne an der frischen Luft, spielt mit ihren Geschwistern Dorothea, Tim, Ben und Esther – und in der Schule lernt sie fleißig. Dass das Mädchen immer wieder Fortschritte macht und neue Dinge lernt, ist keineswegs selbstverständlich:

  Bilder wie dieses gingen um die Welt: Die einjährigen siamesischen Zwillingsmädchen Lea und Tabea mit den Eltern Nelly und Peter Block

Bilder wie dieses gingen um die Welt: Die einjährigen siamesischen Zwillingsmädchen Lea und Tabea mit den Eltern Nelly und Peter Block

Seit ihrer Geburt begleitet stern TV das Leben des Mädchens. Lea Block wurde 2003 als siamesischer Zwilling geboren. Sie war mit ihrer Schwester Tabea an der Schädeldecke zusammengewachsen. Die Fehlbildung wurde bereits in der 12. Schwangerschaftswoche entdeckt, doch Nelly und Peter Block entschieden sich bewusst und aus religiösen Gründen dafür, die Kinder auf die Welt zu holen – trotz ihres Schicksals. "Klar ist das traurig, wenn man bedenkt, dass das eigentlich zwei gesunde Kinder sein könnten", sagte die Nelly Block damals. "So zusammengewachsen werden sie nie sitzen können, niemals stehen."
Um zu klären, ob eine Trennung der Kinder möglich wäre, nahm das Paar Kontakt zu Spezialisten in den USA auf. Im Mai 2004 reiste die Familie mit ihren siamesischen Zwillingsmädchen in die vereinigten Staaten. In der Kinderklinik in Baltimore plante ein 50-köpfiges Spezialistenteam unter der Leitung des Neurochirurgen Benjamin Carsen daraufhin drei Monate lang den hochkomplizierten Eingriff an dem gemeinsamen Kopf der Kinder.

Kleine Entwicklungsschritte trotz schwerwiegender Schäden

Am 11. September 2004 begann die mehrtägige Operation. Durch Komplikationen waren die Mädchen erst nach vier Tagen vollständig voneinander getrennt. Tabea starb, weil ihr Kreislauf versagte. Lea lebte. Ohne Schädeldecke, und links halbseitig gelähmt, fast vollständig blind. Diese Schäden würden bleiben. Und doch geschah ein kleines Wunder. Lea entwickelte sich gut. Nach vier Jahren ging das Mädchen in den Kindergarten, und das auf eigenen Füßen – trotz Lähmung. Sogar Reitstunden standen auf dem Wochenprogramm.

Damals musste sie zum Schutz ihres Kopfes immer einen Helm tragen – die fehlende Schädeldecke konnte noch nicht ersetzt werden. Dafür kehrten Nelly und Peter Block mit ihrer Tochter im Oktober 2009 nach Baltimore zurück. Das ehemalige Ärzteteam, das die siamesischen Zwillinge damals trennte, operierte Lea erneut und brachte ein Hightech-Implantat auf Leas Kopf an. Diesmal verlief die sechsstündige Operation ohne Komplikationen.

Vom siamesischen Zwilling zum eigenständigen Mädchen: So hat sich Lea entwickelt
  Bei ihrer Geburt war Lea mit ihrer Schwester Tabea am Kopf zusammen gewachsen. Die siamesischen Zwillingsmädchen kamen im August 2003 zur Welt. Auf diesem Foto sind die Mädchen etwa acht Monate alt, nachdem die Eltern sich entschieden hatten, Lea und Tabea in einer komplizierten Operation in den USA voneinander trennen zu lassen.

Bei ihrer Geburt war Lea mit ihrer Schwester Tabea am Kopf zusammen gewachsen. Rückblick: Im August 2003 kommen Lea und Tabea zur Welt. Auf diesem Foto sind die Mädchen etwa acht Monate alt. Die Eltern der Beiden haben sich zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, die Mädchen in einer komplizierten Operation in den USA voneinander trennen zu lassen.


Ein Jahr später kam Lea bereits in die Schule. Obwohl die Blindheit geblieben ist, fand sich das Mädchen in der Sonderschule in Paderborn gut zurecht. Bei der Trennungs-OP wurde Leas Sehrinde verletzt, weshalb sie zwar Hell und Dunkel unterscheiden kann und auch Farben. Mehr jedoch nicht. Mittlerweile lernt die 12-Jährige aber die Blindenschrift. Zudem besitzt sie ein phänomenales Gedächtnis. Lea liebt ihre Tastbücher, in denen sie Ornamente, Stoffe und diverse Materialen ertasten kann, um die Geschichten zu ‚begreifen’, die sie in kurzer Zeit auswendig kann. Geistig zurückgeblieben ist sie nämlich nicht, die Entwicklungsverzögerung ist ihren körperlichen Behinderungen geschuldet. Doch in der Physiotherapie verbessert Lea ihre Fähigkeiten immer weiter.

Wie es ihr geht und wie sich das siamesische Zwillingsmädchen von damals inzwischen entwickelt hat, zeigte Lea Block Steffen Hallaschka live bei ihrem Besuch im stern TV-Studio.

Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools